Hinteregger motiviert: "Ich bin bereit"

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Man könnte es fast als einen Aufstieg bezeichnen, dass ÖFB-Legionär Martin Hinteregger am letzten Tag der Winter-Transferphase nach seiner Suspendierung beim FC Augsburg zu Eintracht Frankfurt wechselte.

Anstatt Abstiegskampf heißt es für den 26-Jährigen nun Kampf um einen möglichen Champions-League-Platz, dazu "Mission Europapokal". Dem FC Augsburg hingegen fehlt für die Rückrunde eine wichtige Stütze in der Defensive - die restliche Saison wird durch den Abgang Hintereggers bestimmt nicht einfacher.

Der Verteidiger selbst ist bereits wenige Stunden nach der Transfer-Verkündung bis in die Haarspitzen motiviert und lässt die Vergangenheit hinter sich: "Die ganze deutsche Liga ist ein Highlight - und jetzt bei einem so großen Klub wie Frankfurt zu spielen, ist noch einmal ein Highlight mehr. Ich bin bereit!"

Genau zum richtigen Zeitpunkt

Aus Sicht der Frankfurter kam die Suspendierung Hintereggers gerade zur rechten Zeit. Die wohl größte Schwäche der aktuellen Mannschaft war die Defensive, nicht umsonst begab man sich im Winter-Transferfenster zielgerichtet auf die Suche nach Verteidigern. Darüber hinaus verletzte sich Kapitän David Abraham beim 2:2 gegen Werder Bremen am Samstag. Es klaffte eine Lücke auf.

Gewünscht wurde sich deshalb die Verpflichtung eines Verteidigers, der bestenfalls bereits am nächsten Wochenende einsetzbar ist, doch die Hoffnung auf einen Transfer dieses Kalibers wurde immer kleiner - und dann war Hinteregger plötzlich frei. Frankfurt kam quasi wie die Jungfrau zum Kinde zu seinem Wunsch-Verteidiger, lieh den ÖFB-Teamspieler aus.

Kennen sich bereits lange: Hinteregger und Hütter.
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Eine nicht unwesentliche Rolle spielt dabei mit Sicherheit auch Frankfurt-Trainer Adi Hütter. Diesen kennt Hinteregger bereits von seiner Zeit bei Red Bull Salzburg gut, absolvierte unter seinem neuen alten Trainer damals 48 Spiele. "Die Gespräche, vor allem mit Adi Hütter, Bruno Hübner und Fredi Bobic waren überragend. Sie haben mich überzeugt, dass die Eintracht für meinen Weg, den ich jetzt gehen werde, der richtige Schritt ist", erklärt "Hinti".

Frankfurts goldenes Händchen

"Aus den Gesprächen weiß ich, dass sie auf mich zählen und mich brauchen werden. Ich werde alles dafür tun, dass ich ihnen und dem ganzen Verein weiterhelfen kann", fährt der 26-Jährige fort.

Generell läuft es für die SGE seit Einstellung von Sportdirektor Fredi Bobic auf Transferebene bestens - Frankfurts glorioses Stürmertrio bestehend aus Rebic, Jovic und Haller, die in der laufenden Saison für sage und schreibe 31 Treffer zuständig sind, hat allesamt Bobic in die Main-Metropole geholt.

Sogar am letzten Tag der Transferphase, dem "Deadline Day", verkündeten Bobic und Co. neben Hinteregger noch zwei weitere Neuzugänge - den brasilianischen Innenverteidiger Tuta (19, Sao Paulo) und Rechtsverteidiger Almamy Toure (22, Monaco). Frankfurt befindet sich im Aufschwung - und Hinteregger ist nun ein Teil davon. "Ich freue mich sehr auf meine neue Herausforderung. Jetzt bin ich gespannt, wie schnell ich mich hineinfinde. Ich habe gehört, dass die Mannschaft extrem lässig ist, das wird also überhaupt kein Problem werden. Deswegen freue ich mich schon auf den ersten Kontakt mit den Mitspielern", erklärt der Verteidiger.

Weshalb gerade Frankfurt für Hinteregger in der deutschen Bundesliga ein besonderes Highlight darstellt, sind die Fans: "Das gibt es in den anderen Ligen nicht so extrem wie hier. Deswegen spielen wir alle liebend gerne Fußball. Was die Eintracht-Fans alles machen, habe ich schon als Gegner sehen dürfen und jetzt freue ich mich schon, als Spieler vor ihnen Gas zu geben und die Atmosphäre zu genießen."

Es ist leicht möglich, dass der 26-Jährige diese Atmosphäre bereits am Samstag zum ersten Mal als Spieler der Eintracht Frankfurt erleben wird. Die SGE trifft dann nämlich zuhause auf Tabellenführer Borussia Dortmund (Quote). Einen schwereren Einstand könnte man sich als Verteidiger zurzeit vermutlich nicht vorstellen. Andererseits kommt Dortmund für Hinteregger möglicherweise auch genau zur richtigen Zeit. Denn besser, als eine überzeugende Leistung gegen den Tabellenführer zu zeigen, kann man nicht starten.

Am wichtigsten ist dem Verteidiger jedoch eines - nämlich Vertrauen. Genau das, was zuletzt beim FC Augsburg fehlte und Hintereggers Suspendierung zur Folge hatte, soll nun der Grundstein für eine erfolgreiche Zusammenarbeit bei seinem neuen Verein sein: "Ich werde jedes Vertrauen, dass ich von der Eintracht, oder speziell auch von Adi bekommen habe, zurückgeben. So lautet meine Devise für die nächsten Monate. Dafür bin ich da."

Textquelle: © LAOLA1.at

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