Nach Knie-OP: Boniface erhält bei Werder eine Chance
Der Stürmer kehrte mit dem einen oder anderen Kilo zu viel an die Weser zurück. Trainer Thioune hält ihm aber die Türe offen.
In den vergangenen Tagen machten Trainingsbilder von Victor Boniface die Runde.
Der Stürmer, der von Bayer 04 Leverkusen an den SV Werder verliehen ist, kehrte nach seiner Knie-OP nach Bremen zurück und absolvierte erste Einheiten auf dem Platz. Dabei fiel auf, dass der 25-Jährige momentan das eine oder andere Kilo zu viel auf den Rippen hat.
"Das weiß er selbst, das wissen wir alle", sagte Werder-Trainer Daniel Thioune am Donnerstag auf einer Pressekonferenz. "Wir machen kein Geheimnis daraus: Wir hätten uns natürlich gewünscht, dass er körperlich in einer besseren Verfassung ist."
"Dann spielen 300 Gramm oder drei Kilo keine Rolle"
Boniface wurde im Jänner am Knie operiert und absolvierte seine Reha in Leverkusen. Der Nigerianer konnte die Erwartungen in Bremen bislang nicht erfüllen. Im Herbst absolvierte er elf Bundesliga-Spiele (null Tore), ehe er verletzt ausfiel.
Im Saison-Endspurt kann Boniface bei Werder im Optimalfall aber eine Rolle spielen. "Wir sollten nicht den Fehler machen, ihn auf das zu reduzieren, was wir sehen. Sondern wir sollten hervorheben, dass er die Bereitschaft signalisiert hat, wieder Fußball für uns spielen zu wollen", sagte Thioune.
Das Knie sei ausgeheilt, in Wettkampf-Form befindet sich der Angreifer aber noch nicht, wenngleich Thioune festhielt: "Klar, es lässt sich nicht wegdiskutieren, dass vielleicht das eine oder andere Gramm zu viel da ist. Aber wenn eine Flanke von außen reingeflogen kommt, dann spielen 300 Gramm oder drei Kilo keine Rolle. Da geht es eher darum, wie ich in den Ball reingehe und welche Qualität ich im Abschluss habe."
In dem einen oder anderen Spiel könne Boniface eine Option sein. Ein Versprechen auf Einsatzminuten gebe es allerdings nicht.
"Er muss ins Qualifying gehen mit allen anderen. Wenn ich das Gefühl habe, dass er der Mannschaft helfen kann, wird er auch die Platzzeit bekommen", so Thioune.