Der Saisonstart in der deutschen Bundesliga ist für Vizemeister Bayer Leverkusen danebengegangen.
Zuerst ein 1:2 daheim gegen die von Christian Ilzer gecoachte TSG Hoffenheim, dann am Samstag nach einer 3:1-Führung in Überzahl ein 3:3 bei Werder Bremen.
"So kannst du gegen keinen Gegner der Welt gewinnen", schimpfte Kapitän Robert Andrich. "Wir haben zu viele Leute, die sich nur mit anderen Sachen beschäftigen. Wir haben zu viele, die sich nur mit sich beschäftigen."
Wissen die Spieler nicht, was sie zu tun haben?
Auf die Frage, ob die Spieler die Anweisungen von Trainer Erik ten Hag nur falsch umsetzen würden oder ob sie nicht wüssten, was sie zu tun haben, sagte der Kapitän: "Es ist eine Mischung aus beidem."
Und er fügte noch selbstkritisch hinzu: "Ich bin Kapitän, ich bin Mittelfeld, ich muss den Laden zusammenhalten. Deshalb muss ich mich als allererstes hinterfragen."
Ten Hag tut das offenbar auch. Mit der frühen Kritik an seiner Arbeit konfrontiert, sagte der 55-Jährige: "Alles ist in meinem Bereich." Sonst fiel auf, wie sehr sich Kapitän und Coach bei der Problembewertung widersprachen.
Bayerns Vorstellung "noch nicht berauschend"
Meister Bayern München ist zwar mit vier Pflichtspielsiegen in die Saison gestartet, allerdings waren die Vorstellungen zuletzt bei den 3:2-Siegen im Cup bei Drittligist Wehen Wiesbaden und am Samstag in der Liga in Augsburg nicht berauschend.
"Es gibt Dinge, an denen wir noch arbeiten müssen", meinte Sportvorstand Max Eberl. In Wiesbaden wie in Augsburg gaben die Bayern eine sichere Führung fast noch aus der Hand. Eberl nachdenklich: "Gerade in der Offensive ist der Kader so, dass wir kaum reagieren können." Bis Montag kann am Transfermarkt noch agiert werden.