Hinteregger: "Bank für Kevin Danso nicht gut"

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Martin Hinteregger zählt zu jenen Spielern in der deutschen Bundesliga, die in dieser Saison jede Partie von der ersten bis zur letzten Minute auf dem Platz gestanden sind.

So erfreulich dieser Status als "Dauerläufer" für den Kärntner ist, minimiert dies die Einsatzchancen eines anderen ÖFB-Legionärs beim FC Augsburg.

Denn Kevin Danso kam in dieser Spielzeit erst zu drei Joker-Einsätzen und insgesamt 15 Einsatzminuten. An den beiden Innenverteidigern Hinteregger und Jeffrey Gouweleeuw, der ebenfalls jede mögliche Einsatzminute absolviert hat, gibt es für den ÖFB-U21-Teamspieler derzeit kein Vorbeikommen.

"Jeff und ich spielen jedes Spiel konstant, wir machen kaum Fehler, und der Trainer weiß, was er an uns hat", verdeutlicht Hinteregger, der die Situation seines Landsmanns bedauert.

Hinteregger: "So lange wir fit sind, wird es schwer für ihn"

"Kevin ist noch jung. Aber natürlich, wenn man immer nur trainiert und trainiert, aber eigentlich nie spielt, dann wird es immer schwerer für ihn. Er hat es sicher nicht leicht - so lange wir fit sind, wird es schwer für ihn", glaubt der 26-Jährige, der Danso als Nummer drei in der Augsburger Innenverteidiger-Hierarchie einordnet.

"Nur auf der Bank zu sitzen, ist für einen 20-Jährigen sicher nicht gut."

Martin Hinteregger

In der vergangenen Saison absolvierte Danso immerhin 16 Bundesliga-Spiele, wobei ihn im Frühjahr ein Syndesmosebandanriss zu einer wochenlangen Pause zwang - und das ausgerechnet nach einer Phase, in der er konstant in der Startelf gestanden ist.

Wie auch immer er sie erlangt, Hinteregger findet, dass der ÖFB-Youngster Spielpraxis braucht: "Wenn er wirklich kaum zum Zug kommt, muss man schauen, was sich in nächster Zeit tut oder was der Verein in den nächsten Wochen und Monaten tut. Aber nur auf der Bank zu sitzen, ist für einen 20-Jährigen sicher nicht gut."

Neue Konkurrenz aus dem U21-Team

Nicht auf der Bank sitzen wird Danso tendenziell im U21-Nationalteam, das im Playoff gegen Griechenland die historische Chance auf die EM-Qualifikation hat. Wobei auch dort die Konkurrenz in der Abwehrzentrale mit Philipp Lienhart, Maximilian Wöber, Stefan Posch und Dario Maresic eine riesige ist.

Deswegen hieß es für den sechsfachen A-Teamspieler zuletzt, ins defensive Mittelfeld auszuweichen. Ob er das kann? "Kevin als Sechser? Nein!", muss Hinteregger etwas schelmisch lachen, "er ist ein Innenverteidiger."

"Sagen wir so, Österreich braucht sich keine Sorgen machen, dass nach Prödl, Dragovic, Wimmer und Hinteregger keine Innenverteidiger nachkommen."

Martin Hinteregger

Dass auf seiner Position aus dem Nachwuchs einiges nachdrängt, ist dem unumstrittenen ÖFB-Stammspieler definitiv nicht entgangen. Neben Danso gehörten ohnehin auch Wöber und Lienhart bereits dem Kader des A-Teams an.

"Diese Mannschaft ist defensiv brutal. Da müssen wir Innenverteidiger im A-Team uns in nächster Zeit ein bisschen anhalten", weiß Hinteregger und ist sich sicher: "Sagen wir so, Österreich braucht sich keine Sorgen machen, dass nach Prödl, Dragovic, Wimmer und Hinteregger keine Innenverteidiger nachkommen."

Der Trainer vertraut Hinteregger zurecht

Vorerst muss sich Hinteregger jedoch noch keine Sorgen um sein Stammleiberl unter Teamchef Franco Foda machen, schließlich zählt er zu den konstantesten Akteuren im ÖFB-Kader.

Und auch bei Augsburg ist das Zittern um einen Platz in die Startelf derzeit nicht allzu groß. Trainer Manuel Baum würde jedoch auch zurecht auf seine bewährten Abwehrkräfte vertrauen:

"Ich weiß, dass mir der Trainer richtig vertraut. Aber wenn man sich die Spiele anschaut, denke ich schon, dass ich konstant sehr gut spiele und immer wieder meine Aufgaben erledige. Mit meinem Innenverteidiger-Partner habe ich schon letztes Jahr ein super Duo gebildet und das ist in dieser Saison nicht anders. Er ist fit, ich bin fit, wir spielen alle Spiele. Da kann man schon happy sein, wenn man zwei solche Verteidiger hat."

Wann er denn das letzte Mal bei der Bekanntgabe der Startelf gezittert habe? Hinteregger schmunzelt: "Zurzeit muss ich das nicht. Aber irgendwann werde ich den nächsten Schritt machen, dann wird das Zittern wieder kommen."

Textquelle: © LAOLA1.at

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