Leipzig feiert Szoboszlai: "Noch Luft nach oben"

Leipzig feiert Szoboszlai: Foto: © getty
 

Dominik Szoboszlai ist am Freitagabend beim 4:0-Heimsieg von Leipzig gegen VfB Stuttgart mit zwei sehenswerten Toren und etlichen technischen Schmankerln im Mittelpunkt gestanden.

Neben den 23.100 Zuschauern hat der 20-Jährige auch Trainer Jesse March begeistert. "Er hat viel Qualität und Potenzial. Ich kenne ihn aus Salzburg sehr gut. Aber er hat auch noch viel Luft nach oben", sagte Marsch.

Szoboszlai hat eine lange Leidenszeit hinter sich. Im Jänner kam er mit viel Vorschusslorbeeren im Gepäck aus Salzburg - und meldete sich krank. Aus ein paar Tagen wurde ein halbes Jahr, die Adduktoren- und Schambeinprobleme waren gravierend. "Es war das größte Tief in meiner Karriere", sagte er. Szoboszlai wollte, aber der Körper spielte nicht mit. Auch nicht, als er unbedingt noch auf den EM-Zug springen wollte. Im Trainingslager der Ungarn in Saalfelden kehrten die Schmerzen zurück.

Beim 4:0 im Cup in Sandhausen wurde er für seine ersten RB-Pflichtspielminuten eingewechselt - und machte sofort ein Tor. Und nun durfte er gegen den VfB erstmals von Beginn an ran. "Ich hatte in dieser Woche das Gefühl, dass er nun völlig bereit ist", sagte Marsch. Und Szoboszlai zeigte, was man von ihm erwarten kann. Laufstark, ein gutes Auge für den Nebenmann und eine glänzende Technik. Bei seinen Treffern flatterten die Bälle, nahezu ansatzlos geschossen, ins Tor.

Leipzig hat mit Szoboszlai "noch viel vor"

"Er hat, seit er drei Jahre alt war, jeden Abend mit seinem Vater im Garten gespielt und gelernt, wie er einen Ball schlagen muss", berichtete Marsch. "Ich bin einer, der gerne probiert", meinte das RB-Juwel über seine Treffer. Beim 1:0 habe er noch überlegt, wie er den Ball in die lange Ecke bekommt, das 3:0 sei in Absprache mit Willi Orban gefallen. "Ich wollte ihn halbhoch in den Strafraum schlagen. Entweder Willi bekommt ihn oder er geht so rein", erzählte Szoboszlai.

Einen Spieler mit solchen technischen Qualitäten hatte RB noch nie. Das war den Vereinsbossen schon bewusst, als der Ungar noch gar keine Minute gespielt hatte. Denn während der Verletzungspause wurde der ohnehin bis 2025 gelaufene Vertrag um ein weiteres Jahr verlängert. "Für uns ist es ein wichtiges Signal, dass Dominik Szoboszlai bei RB Leipzig ein ganz zentraler Spieler für die kommenden Jahre sein wird und wir viel mit ihm vorhaben", begründete Florian Scholz, Kaufmännischer Leiter.

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Textquelle: © LAOLA1.at/APA Zum Seitenanfang »

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