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HSV bestätigt schwere Vorwürfe gegen Ex-Sportvorstand Kuntz

Der ehemalige U21-Teamchef des DFB verließ Anfang des Jahres überraschend den Hamburger SV. Jetzt dringen immer mehr Details an die Öffentlichkeit.

HSV bestätigt schwere Vorwürfe gegen Ex-Sportvorstand Kuntz Foto: © GETTY

Das Ende von Stefan Kuntz als Sportvorstand des Hamburger SV kam zum Jahreswechsel überraschend. Familiäre Gründe sollen laut der damaligen Pressemitteilung ausschlaggebend gewesen sein (Alle Infos >>>).

In den darauffolgenden Tagen wurden durch die "Bild" jedoch Anschuldigungen durch HSV-Mitarbeiterinnen gegen den 63-Jährigen publik. So berichtete die Boulevardzeitung, dass Vorwürfe der sexuellen Belästigung der eigentliche Grund für die Trennung gewesen sein sollen.

Die Aussagen von Kuntz

Kuntz selbst äußerte sich am Sonntagabend in einem Instagram-Posting dazu: "Erst einmal möchte ich sagen, dass mich die Vorwürfe hart treffen. Klar ist: Ich weise diese Vorwürfe entschieden zurück."

Weiter hieß es, er habe "im Sinne meiner Familie und aller mir nahestehenden Personen" seine Anwälte eingeschaltet. Diese sollten laut Kuntz "gegen diese falschen Vorwürfe und Vorverurteilungen" vorgehen.

HSV reagiert und widerspricht

Im Zuge dieser Aussagen meldet sich nun sein Ex-Klub mit einer Stellungnahme und hält fest: "Im Dezember 2025 sind an den Aufsichtsrat der HSV Fußball Management AG Vorwürfe eines schwerwiegenden Fehlverhaltens von Stefan Kuntz herangetragen worden. Der Aufsichtsrat hat gemäß seiner Verantwortung sofort nach Kenntnisnahme der Vorwürfe mit Unterstützung spezialisierter externer Anwälte die Aufklärung der Vorfälle eingeleitet. Nach sorgfältiger Prüfung und der Erkenntnis, dass die Vorwürfe glaubhaft sind, hat der Aufsichtsrat umgehend entschieden, eine schnellstmögliche Trennung von dem Vorstandsmitglied anzustreben."

Zudem heißt es weiter: "Stefan Kuntz hat auf dieser Grundlage und insbesondere in Kenntnis der gegen ihn erhobenen Vorwürfe der Trennung zum 31.12.2025 zugestimmt. Er war dabei anwaltlich vertreten. Die Gelegenheit zur Stellungnahme gegenüber dem Aufsichtsrat hat Herr Kuntz trotz mehrfacher Angebote explizit nicht genutzt. Vor dem dargestellten Hintergrund sind die Vorwürfe einer 'Verleumdungskampagne' gegen Stefan Kuntz klar unzutreffend und irreführend."

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