Flick-Nachfolger? So reagiert Nagelsmann

Flick-Nachfolger? So reagiert Nagelsmann Foto: © getty
 

Der FC Bayern München wird seinem Namen "FC Hollywood" wieder mal aller Ehren wert.

Der Zwist zwischen Sportdirektor Hasan Salihamidzic und Trainer Hansi Flick hängt bereits seit Wochen wie eine dunkle Wolke über Mannschaft. Auch nach dem Viertelfinal-Aus in der Champions League gegen Paris Saint-Germain (Mehr dazu >>>) bleibt der interne Machtkampf in München das beherrschende Thema.

Hansi Flick deutete direkt nach dem Spiel am Dienstag mit einer emotionalen Rede seinen möglicherweise bevorstehenden Abgang an (Mehr dazu >>>). Vieles deutet darauf hin, dass das Duo Flick-Salihamidzic über diese Saison hinaus keine Zukunft beim FC Bayern haben wird.

Der gleichen Meinung ist auch Bayern-Legende und Sky-Experte Lothar Matthäus, der direkt nach dem Champions-League-Aus der Bayern einen möglichen Nachfolger für den möglicherweise bald schon offenen Posten des Cheftrainers vorschlägt: Julian Nagelsmann.

Nagelsmann: "Gab und gibt keine Gespräche"

Wie Matthäus erfahren haben soll, befinde sich der FC Bayern bereits in Kontakt mit dem aktuellen Leipzig-Cheftrainer. Dieser will allerdings nichts davon wissen. "Ich habe nach dem Spiel direkt umgeschaltet, da ich noch eine Motorrad-Dokumentation gesehen habe", erklärt Nagelsmann am Mittwoch, die Aussagen von Matthäus nicht mehr gesehen zu haben und den Bayern gleichzeitig auch noch eine klare Absage erteilt.

(Text wird unter dem Video fortgesetzt)

"Es gab und gibt keine Gespräche. Das gilt auch für meine Berater, denn die sind nicht autark unterwegs. Ich weiß nicht, woher er die Information hat, da muss man den Lothar mal fragen. Vor zwei Wochen habe ich 'Lotoma' (Anm., Lothar) mega abgefeiert, jetzt hat er gestern einen rausgehauen. Ich feiere ihn immer noch ab, ich habe mich aber gestern dann nach unzähligen WhatsApp-Nachfragen wieder der Motorrad-Doku gewidmet - und die war auch interessant", so Nagelsmann auf der Leipzig-PK am Mittwoch.

"Unterschreibe Verträge bei vollem Bewusstsein, trinke wenig Alkohol"

Nagelsmann versucht seinem Kollegen Hansi Flick, nach dessen emotionalen Interview am Dienstag, etwas unter die Arme zu greifen und dessen Aussagen zu entschärfen. "Man sollte nicht so viel in Interviews nach dem Spiel interpretieren, vor allem wenn du ausgeschieden bist. Du bist emotional geladen und sollst perfekt auf alles antworten. Ich denke, dass dabei viele Emotionen im Spiel waren. Dazu müsste man Hansi direkt fragen", so Nagelsmann.

Nagelsmann hat mit RB Leipzig noch so einiges vor, wie er am Mittwoch verrät. Sein Vertrag beim Tabellenzweiten der deutschen Bundesliga läuft bis 2023. "Ich unterschreibe Verträge bei vollem Bewusstsein, trinke sehr wenig Alkohol und nehme auch sonst keine berauschenden Mittel", scherzt Nagelsmann.

"Es gibt Entwicklungen im Fußball, die man nicht vorhersehen kann. Solche Dinge passieren bei mir aber nur, wenn es auch einen Konsens gibt. Ich würde niemals einen öffentlichen Krieg oder Kampf anfangen, um mich irgendwo rauszuboxen. Es muss immer für beide Seiten passen", findet der 33-Jährige.

Hütter? "Musste Eiertanz aufführen"

Das große Trainerkarussell in Deutschland, dem möglicherweise auch Hansi Flick bald schon angehören könnte, geht auch an Julian Nagelsmann nicht spurlos vorbei. Der Wechsel von Adi Hütter zu Borussia Mönchengladbach in der kommenden Saison hat zuletzt viel Staub aufgewirbelt, Nagelsmann versucht seinen Kollegen etwas in Schutz zu nehmen.

"Es ist grundsätzlich so, dass du als Trainer oft ein bisschen rumeiern musst. Adi Hütter hat wohl jüngst ein Angebot bekommen und dann die Ausstiegsklausel gezogen - jetzt wird ihm Wortbruch vorgeworfen. Das ist das Geschäft, du musst immer einen kleinen Eiertanz aufführen. Mein geschätzter Kollege Daniel Bierofka hat mal gesagt: 'Die Wahrheit darf ich nicht sagen, aber lügen will ich auch nicht.' Das trifft es ganz gut", zitiert Nagelsmann den aktuellen Cheftrainer von Wacker Innsbruck.


Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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