Schalke entlässt komplette sportliche Führung

Schalke entlässt komplette sportliche Führung Foto: © getty
 

Bei Krisenklub Schalke 04 kehrt einfach keine Ruhe ein! Nach der 1:5-Niederlage gegen den VfB Stuttgart (mehr Infos >>) zieht der Klub einen drastischen Schlussstrich und trennt sich von Trainer Christian Gross, dessen Assistenten Rainer Widmayer, Sportvorstand Jochen Schneider, Teammanager Sascha Riether sowie Athletik- und Fitnesschef Werner Leuthard.

Gross hatte die Königsblauen erst am 27. Dezember von Interimscoach Huub Stevens übernommen und war bereits der vierte Schalke-Trainer in der laufenden Saison. Nach nur zwei Monaten ist die Mission des Schweizers, den Jochen Schneider in den Ruhrpott geholt hatte, krachend gescheitert.

Frühzeitig gehen muss außerdem Sport-Vorstand Schneider, dessen Abschied zum Saisonende schon länger festgestanden hatte. Für Jens Buchta, den Vorsitzenden des Aufsichtsrates, die logische Konsequenz:

"Die getroffenen Entscheidungen sind nach den enttäuschenden Auftritten gegen Dortmund und Stuttgart unausweichlich geworden. Wir brauchen nicht Drumherum zu reden: Die sportliche Situation ist eindeutig, deshalb müssen wir bei jeder noch zu treffenden Personalentscheidung auch über die Saison hinausdenken", und nimmt außerdem die Mannschaft in die Pflicht "das letzte Drittel der laufenden Spielzeit so erfolgreich wie möglich zu bestreiten. Das sind die Spieler Klub und Fans schuldig."

Die sportliche Gesamtverantwortung übernimmt vorerst der bisherige Technische Direktor Peter Knäbel. Mit Blick auf die Planungen für die neue Saison wird Knäbel von U19-Chef-Trainer Norbert Elgert und Mike Büskens unterstützt.

Die Koordination der Lizenzspielerabteilung übernimmt bis zum Ende der Saison Gerald Asamoah, Manager der U23.

Wer das Traineramt übernimmt. ist noch unklar. Die Trainingseinheit am Montag wird laut Klubangaben von den Athletik-Trainern geleitet.

Spielerrevolte als Auslöser?

"Es ist eine bittere Niederlage", hatte Gross nach dem 1:5 in Stuttgart am Samstag gesagt. Von seiner Mannschaft fühle er sich aber "nicht im Stich gelassen".

Ganz der Wahrheit dürfte diese Aussage nicht entsprochen haben, denn Kapitän Sead Kolasinac, Last-Minute-Neuzugang Shkodran Mustafi und Rückkehrer Klaas-Jan Huntelaar hatten laut "Bild"-Zeitung schon vor dem Spiel in Stuttgart die Ablösung des 66-Jährigen gefordert, der eine katastrophale Bilanz (1 Sieg, 2 Unentschieden, 8 Niederlagen) vorzuweisen hat.

Nach nur zwei Spieltagen hatte Schalke David Wagner entlassen, dann Nachfolger Manuel Baum und nun auch Christian Gross, der das Amt vom kurzfristig eingesprungenen Jahrhundert-Trainer Stevens übernommen hatte.

Der Traditionsklub liegt mit nur neun Punkten aus 23 Spielen abgeschlagen am Tabellenende und taumelt unaufhaltsam in Richtung 2. Bundesliga. Auf einen Nicht-Abstiegsplatz fehlen den Knappen neun Punkte.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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