ÖFB-Ass Kalajdzic über Tor-Rekord & Karriereplan

ÖFB-Ass Kalajdzic über Tor-Rekord & Karriereplan Foto: © getty
 

Der Senkrechtstarter unter Österreichs Legionären ist in der laufenden Saison zweifelsohne Stürmer Sasa Kalajdzic. In der deutschen Bundesliga schießt der Angreifer des VfB Stuttgart derzeit alles kurz und klein und hält nach 24 Einsätzen in Deutschlands höchster Liga bereits bei 13 Saisontoren.

Mit seinem Treffer am vergangenen Wochenende gegen die TSG Hoffenheim stellte er außerdem den Klub-Rekord von Fredi Bobic mit Treffern in sieben aufeinanderfolgenden Ligaspielen ein.

Gegen Tabellenführer Bayern München kann Kalajdzic am Samstag (15:30 Uhr im Live-Ticker) mit einem weiteren Volltreffer zum alleinigen VfB-Rekordhalter aufsteigen. Für Kalajdzic zwar schön, im Grunde aber nicht mehr als eine Randnotiz.

Im Interview spricht der 23-Jährige außerdem über seine aktuelle Hochform, einen möglichen Transfer und das ÖFB-Team.

Frage: In den letzten Tagen wurde viel über Ihren Klub-Torrekord gesprochen. Wie sehr liegt Ihnen diese Angelegenheit selbst am Herzen?

Sasa Kalajdzic: Es freut mich, dass ich mit solchen Namen wie Fredi Bobic in Verbindung gebracht werde. Darüber bin ich stolz und glücklich, weil es eine Bestätigung meiner Arbeit ist, es zeigt auch, wie speziell dieser Moment ist. Es wird aber auch mehr von außen aufgebauscht und ist mir persönlich nicht so wichtig. Wichtiger ist mir, dass wir am Samstag ein gutes Spiel machen.

Frage: Sehen Sie das Bayern-Spiel als ultimativen Härtetest dafür, wie es um Ihre aktuelle Hochform bestellt ist?

Kalajdzic: Das kann man schon so sehen - wenn nicht gegen die Bayern, gegen wen dann? Ich bin derzeit in einer guten Verfassung, aber nur deswegen, weil wir als Mannschaft sehr gut funktionieren.

Frage: Welche Gründe gibt es noch für Ihren derzeitigen Erfolgslauf?

Kalajdzic: Ich bereite mich vor jedem Training in der Kraftkammer vor und mache auch nach jedem Training etwas für meinen Körper, das zahlt sich aus. Weniger nachdenken und mehr tun, das ist meine Herangehensweise.

Frage: Was ist für den VfB Stuttgart beim FC Bayern möglich?

Kalajdzic: Als Mannschaft haben wir gezeigt, dass wir gegen viele Gegner mithalten können. Auch gegen die Bayern wird es unser Ziel sein, unser Spiel durchzuziehen, und dann schauen wir, was rauskommt. Wir haben nichts zu verlieren.

Frage: Ihre Scorer-Bilanz wird auch außerhalb Deutschlands und Österreichs registriert, es gibt Spekulationen über Interesse von Premier-League-Klubs. Wie reagieren Sie auf solche Gerüchte?

Kalajdzic: Ich gehe gelassen damit um. Ich selbst weiß ja nichts davon, deshalb kann ich dazu auch nichts sagen. Ganz grundsätzlich schließe ich mir keine Tür zu, aber ich bin sehr glücklich in Stuttgart. Ich weiß, was ich am VfB habe, und der VfB weiß, was er an mir hat.

Frage: Verfolgen Sie einen Karriereplan?

Kalajdzic: Nein, weil ich spätestens seit meiner schweren Verletzung (Anm.: Kreuzbandriss, Innenbandriss und Außenmeniskusriss im Juli 2019) gelernt habe, dass so etwas nichts bringt. Man sollte Ziele oder Träume haben, aber keinen Plan, denn dann kommt eine Verletzung oder etwas anderes Blödes daher und man kann alles über den Haufen werfen. Deswegen mache ich mir keine Gedanken darüber, was ich in einer gewissen Zeit erreichen sollte oder nicht.

Frage: Wie sehen Ihre Ziele und Träume in der österreichischen Nationalmannschaft aus?

Kalajdzic: Ziel ist es, dass ich mich im Team weiter präsentieren darf und zu Einsätzen komme. Es ist eine große Ehre und mit viel Stolz verbunden, für die Nationalmannschaft aufzulaufen.

Frage: Bei der EURO wird wohl Marko Arnautovic Ihr Mitbewerber um einen Platz in der Startformation sein. Wie bewerten Sie diese Konkurrenzsituation?

Kalajdzic: Ich war bisher erst zweimal im Nationalteam dabei und hatte nur zwei Kurzeinsätze, daher kann und will ich gar nicht groß reden. Ich will mir einfach einen Platz im EM-Kader erarbeiten.

Textquelle: © LAOLA1.at/APA Zum Seitenanfang »

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