Zwei Teams mit ähnlicher Schwäche
Vor dem Spitzenspiel bei Gladbach macht Nagelsmann eine ähnliche Schwäche beim Gegner aus, wie sie bei seinem Team der Fall sei: "Die Anfälligkeit in der letzten Viertelstunde ist mit einer ähnlichen Thematik verbunden wie bei uns. Dass beide Teams eine sehr gute Qualität haben und in vielen Bundesligaspielen oft die bessere Mannschaft sind, aber das Killer-Gen fehlt."
Der 33-Jährige fügt schmunzelnd an: "Wir hoffen, dass sie die Anfälligkeit in der letzten Viertelstunde beibehalten und wir dann zuschlagen können." Bei Marco Rose und Co. sei es auch so, "dass sie viel Aufwand betreiben und nicht immer erreichen, den Gegner frühzeitig in Richtung Niederlage zu drücken."
Nagelsmann führt fort: "Dann wird ein Spiel zum Ende immer noch spannender, und gepaart mit den Belastungen in den Beinen kann es mal passieren, dass du dann ein paar Tore kriegst." Ähnliches erlebten seine "roten Bullen" zuletzt beim 0:5 in der Champions League, wo seine Mannschaft bis zur 74. Minute nur 0:1 zurückgelegen war.
Rose fordert indes, dass sein Team schon ans Limit gehen müsse, um in solchen Spielen zu bestehen. Der gebürtige Leipziger war zuletzt ebenso wie Nagelsmann als künftiger Kandidat für den Cheftrainerposten bei Borussia Dortmund nach der Zeit von Lucien Favre gehandelt worden.
Die nur einen Punkt zurückliegenden Leipzig-Verfolger Bayern und Dortmund gastieren bereits am Samstagnachmittag (ab 15:30 Uhr im LIVE-Ticker) bei den Abstiegskandidaten in Köln bzw. Bielefeld. Für beide Topklubs zählt deshalb nur ein Sieg, um einen etwaigen Ausrutscher des Tabellenführers bestmöglich zu nutzen.