Gipfeltreffen um die deutsche Meisterschaft

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"Wir marschieren, Dortmund marschiert, da können wir uns auf Dienstag freuen", Bayern-Angreifer Thomas Müller trifft den Nagel wieder einmal auf den Kopf.

Im Top-Spiel der 28. Runde der deutschen Bundesliga zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München kann entweder der BVB dafür sorgen, dass das Titelrennen zur Zerreißprobe wird, oder die Bayern dafür, dass der Sekt an der Säbener Straße Richtung Kühlschrank transportiert werden kann.

Am vergangenen Wochenende konnten die Teams der Österreicher Adi Hütter und Oliver Glasner den Siegeszug von BVB und FCB nicht stoppen.

Die beiden Titelrivalen feierten am Samstag den jeweils sechsten Ligatriumph in Serie. Am Dienstag (18:30 Uhr im LAOLA1-Live-Ticker) kommt es in Dortmund zum mit Spannung erwarteten Showdown der beiden Titelrivalen.

Knapper Vorsprung

Die Bayern gehen nach ihrem 5:2-Heimsieg gegen Eintracht Frankfurt mit vier Punkten Vorsprung auf ihren ersten Verfolger in das Duell. "Wir haben eine Position der Stärke und eine gute Ausgangsposition, die wir verteidigen wollen", erklärt Bayern-Trainer Hansi Flick.

"Solche Spiele gerade gegen den BVB sind immer etwas Besonderes." Daran ändert auch der Umstand nichts, dass infolge der Corona-Maßnahmen diesmal keine Zuschauer zugelassen sind.

Flick argumentiert mit der Bilanz nach dem Neustart nach der Corona-Pause: "Wir haben in den beiden Spielen sechs Punkte geholt, zwei Siege eingefahren."

(Text wird unter dem Video fortgesetzt)

Flick hofft auf ein schönes Spiel. "Unabhängig vom Ergebnis wird danach allerdings noch nichts entschieden sein. Die Liga ist gerade in der Spitze sehr ausgeglichen und zeigt attraktiven Fußball", meint der 55-Jährige, unter dem die Bayern seit seiner Amtsübernahme im November die Trendwende geschafft haben.

Das sieht auch Ehrenpräsident Franz Beckenbauer so, der als einer der ausgewählten Gäste zum Geisterspiel gegen Eintracht Frankfurt durfte: "Die Bayern sind in einer starken Verfassung."

Die Zahlen geben dem "Kaiser" jedenfalls Recht: Bei den jüngsten sechs Ligasiegen hat der Titelverteidiger nicht weniger als 22 Tore erzielt. Seit Anfang Dezember ging keine Partie mehr verloren.

Sechs Runden sind danach nur noch ausständig. Mit sieben Punkten Vorsprung wären die Münchner dem achten Meistertitel in Serie ganz nah. "Wenn die Bayern das gewinnen sollten, bin ich überzeugt, dass sie deutscher Meister werden", meint Eintracht-Coach Hütter.

Kein Wackler nach Corona-Pause

Dortmund gelang die Generalprobe mit einem 2:0-Erfolg beim VfL Wolfsburg. Über das anstehende Titelduell wollte Trainer Lucien Favre im Anschluss an die Partie aber noch kein Wort verlieren. "Ich will nicht von Bayern sprechen. Wir müssen unseren Sieg heute genießen. Das ist das Wichtigste", betonte der Schweizer.

Insgeheim liegt der Fokus aber sicher schon auf dem Bayern-Spiel, für welches ausgerechnet Innenverteidiger Mats Hummels ausfallen könnte. Der frühere Bayern-Star musste in Wolfsburg wegen Achillessehnenproblemen zur Pause ausgewechselt werden.

Die Bundesliga-Auftritte der Dortmunder nach der Corona-Pause waren sehr überzeugend. Weder beim 2:0 gegen den VfL Wolfsburg noch beim 4:0 im Derby gegen Schalke 04 wackelte der BVB in irgendeiner Hinsicht. Die Siege gegen zwei Teams aus der oberen Tabellenhälfte waren sicherlich zuträglich für das Selbstvertrauen der Borussen, der amtierende deutsche Meister und Rekordmeister stellt aber mit Sicherheit ein größeres Hindernis für den BVB dar.

Das Gesetz der Serie würde für einen Sieg von Borussia Dortmund sprechen. In den vergangenen fünf Spielen hat sich der Sieger jeweils abgewechselt. Das Aufeinandertreffen vor der Bundesliga-Saison im Spiel um den Super Cup gewann der BVB vor heimischer Kulisse mit 2:0. In der Bundesliga wurden die schwarz-gelben jedoch im November 0:4 bei den Bayern versenkt.

Der markanteste Unterschied zwischen den Duellen findet man auf der Trainerbank des FC Bayern. Während der Super Cup mit Nico Kovac als Cheftrainer verloren wurde, feierte der aktuelle Übungsleiter, Hansi Flick, sein Bundesligadebüt bei der 4:0-Demontage gegen Dortmund.

Textquelle: © LAOLA1/APA

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