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Schalke legt nach Dzeko-Rot Einspruch ein

Der Stürmer wurde nach seinem Platzverweis gegen Hannover 96 für zwei Spiele gesperrt – für den Muslic-Klub ein zu hohes Strafmaß.

Schalke legt nach Dzeko-Rot Einspruch ein Foto: © GETTY

Der FC Schalke 04 legt Einspruch gegen die zwei Spiele umfassende Sperre von Edin Dzeko ein.

Der Stürmer sah vergangenes Wochenende beim 2:2 gegen Hannover 96 nach einem hohen Bein glatt Rot. Das DFB-Sportgericht sperrte den 40-Jährigen "wegen eines rohen Spiels" für zwei Ligaspiele.

Damit würde der Bosnier das Topspiel gegen Darmstadt 98 und die Heimpartie gegen den Karlsruher SC verpassen.

Schalke spricht von einer harten Entscheidung des DFB. "Wir legen Einspruch gegen das Urteil ein, weil eine Sperre für zwei Spiele unserer Überzeugung nach zu hoch ist. Unserer Auffassung nach liegt eben keine Aktion von Edin vor, in der die Gesundheit des Gegenspielers rücksichtslos gefährdet wird, wie es der DFB in seinem Einzelrichterurteil darstellt", erklärt Frank Baumann, Sportvorstand des FC Schalke 04.

Diskussion um Dzeko-Platzverweis

Dzeko traf Hannovers Husseyn Chakroun in der 52. Minute mit dem Fuß im Rippenbereich. Für Schiedsrichter Robin Braun ging der Routinier "mit hohem Risiko" in die Situation.

"Er trifft am Ende den Spieler im Rippenbereich mit der offenen Sohle. Das ist für mich eine klar gesundheitsgefährdende Komponente. Ich unterstelle dem Spieler keine Absicht, aber er nimmt das Risiko. Und bei so einem klaren Treffer ist das für mich am Ende eine Rote Karte", so Braun im "Sky"-Interview nach dem Spiel.

Schalke-Trainer Miron Muslic hatte eine andere Ansicht: "Mit ein bisschen mehr Fingerspitzengefühl gibt man hier keine Rote Karte. Kein einziger Hannoveraner reklamiert Rot. Edin sieht den Spieler nicht, er will den Ball herunternehmen und trifft ihn auf Bauchhöhe. Das ist keine Rote Karte."

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