Rose: "Es gibt größere Tragödien"

 

Nach dem bitteren Halbfinal-Aus in der UEFA Europa League gegen Olympique Marseille (Spielbericht) herrschten bei Salzburg-Trainer Marco Rose gemischte Gefühle.

Wut, Stolz, Mitgefühl - alles binnen einer Stunde nach dem 2:1-Sieg nach Verlängerung, der nach dem 0:2 im Hinspiel zu wenig war.

Am Ende führte eine Fehlentscheidung zu einem Eckball, dessen Ausführung den österreichischen Meister mitten ins Herz traf.

Noch am Platz machte der 41-jährige Deutsche seinem Ärger gegenüber Schiedsrichter Sergej Karasev aus Russland Luft - bei der Pressekonferenz war dann der Ärger auch wegen einer ihm zugetragenen Information verflogen.

Rose entschuldigt Fehler

"Wir sind in einem Fußballspiel ausgeschieden, ich glaube, es gibt größere Tragödien auf der Welt. Wir sind sehr enttäuscht und ich bin vor allem traurig für meine Mannschaft, weil sich die Jungs das sehr gewünscht haben und auch verdient hätten. Aber wir werden irgendwann wissen, für was es gut war. Ich glaube, die Jungs nehmen aus diesem Europacup-Jahr viel mit, auch für ihre Entwicklung. Ich bin sehr stolz auf diese Mannschaft", zollte Rose seiner Mannschaft Respekt.

Angesprochen auf seine Ruhe bei der Pressekonferenz relativierte Rose seine Wut am Platz und verriet, was der Schiedsrichter-Beobachter ihm erzählte.

"Wer mich in diesem Jahr kennengelernt hat, weiß, dass ich ungerne eine Rolle spiele. Ich meine es so, wie ich es sage. Ich war natürlich kurz nach dem Spiel wütend, habe das auch zum Ausdruck gebracht, das konnte man auch sehen. Ich habe dann aber eine Information bekommen, die mich als Mensch auch dann das sein lässt, was ich gerade bin, sehr ruhig. Wenn ich vom Schiedsrichter-Beobachter erfahre, dass die russischen Schiedsrichter in der Kabine sitzen und ziemlich fertig sind mit den Nerven, weil sie wissen, dass sie da vielleicht nicht ganz richtig lagen - dann zeigt das auch menschliche Größe. Man kann immer Fehler machen, aber wenn man dazu steht und sie einsieht, dann bin ich der Erste, der Fehler entschuldigt. Das mache ich dann in diesem Fall. Da ist der Ärger vom Platz dann auch jetzt schon verflogen."

"Verdammt stolz auf diese Mannschaft"

Der Stolz auf die Leistung der Mannschaft in dieser Europacup-Saison war weit nach Mitternacht größer als die Wut über die Art und Weise des Ausscheidens.

"Diese Mannschaft hat einen außergewöhnlichen Charakter, ich bin verdammt stolz auf diese Mannschaft. Sie hat den österreichischen Fußball in dieser Saison großartig vertreten und ich hätte mir gewünscht, dass sie dafür belohnt wird, weil sie es für mich einfach verdient gehabt hätten, dieses Finale spielen zu dürfen."

Zusatz: "Es ist ganz wichtig, dass wir diese Saison gemeinsam zu Ende bringen, die beiden Bewerbe, die ausstehen, für uns nutzen, um eine großartige Saison daraus zu machen."

Das Europa-League-Finale am 16. Mai in Lyon findet ohne Salzburg statt, das Endspiel heißt Marseille gegen Atletico.

"Marseille hat genauso wie wir Anteil an zwei großartigen Europacup-Fights, sie sind für mich am Ende der glücklichere Part in dieser Nummer, dazu gratuliere ich auch. Wir müssen uns das jetzt vor dem Fernseher anschauen."


Die Bilder vom dramatischen Halbfinal-Rückspiel zwischen Salzburg und Marseille:

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Textquelle: © LAOLA1.at

Europa League: Salzburg scheitert nach Krimi an Marseille

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