Endstand
1:0
1:0, 0:0, 0:0, 5:4
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WAC nach Europacup-Aus ernüchtert: "Waren nicht vorhanden"

Die Kärntner mussten sich bei Omonia Nicosia im Elferschießen von der Conference League verabschieden. Im Spiel ließ man trotz engem Ausgang einiges vermissen.

WAC nach Europacup-Aus ernüchtert: Foto: © GEPA

Für den Wolfsberger AC endet das Abenteuer UEFA Conference League auf Zypern.

Gegen Omonia Nicosia zieht man nach einem Gesamtscore von 2:2 erst im Elfmeterschießen den Kürzeren und muss sich am Ende knapp aus der Conference League verabschieden.

Besonders in den ersten 60 Minuten war die spielerische Überlegenheit der Gastgeber, die die Kühbauer-Elf im Hinspiel vergangene Woche noch mit 2:1 in die Schranken weisen konnte, deutlich zu spüren, das Führungstor durch Willy Semedo in Minute 39 eine logische Folge.

Erst ab dem Platzverweis von Omonias Maric, der gegen Ballo mit offener Sohle in den Zweikampf geht, konnte der WAC das Spiel langsam beruhigen und schlussendlich selbst gestalten.

Kühbauer: "Bessere Mannschaft ist aufgestiegen"

Über weite Strecken blieb man jedoch blass und scheiterte trotz des knappen Spielverlaufs am Ende verdient, wie auch Kapitän Dominik Baumgartner nach dem Spiel im ORF-Interview zum Besten gab: 

"Einerseits war es natürlich sehr knapp, aber andererseits muss man sagen, dass wir ein katastrophales Spiel gemacht haben heute. Wir waren nicht wirklich vorhanden am Platz über weite Phasen und waren mit dem 0:1 gut bedient. Der Ausschluss hat uns dann natürlich in die Karten gespielt, dann haben wir gute 50 Minuten gehabt, um das Spiel zu drehen. Wir waren aber, trotz Ballbesitz, zu unkreativ im letzten Drittel und sind zu wenigen Chancen gekommen. Bitter ist es aber dennoch, dass es im Elfmeterschießen heute endet."

In eine ähnliche Kerbe schlug dabei auch Cheftrainer Didi Kühbauer, der die Zyprer ebenfalls als verdienten Aufsteiger in die Ligaphase der Conference League sah: 

"Es war natürlich knapp, wobei man so fair sein und sagen muss, dass Omonia bis zum Ausschluss die weit bessere Mannschaft war, die höher hätte führen können. Nach dem Ausschluss haben wir dann ein spielerisches Übergewicht bekommen und haben versucht, das Ganze in der regulären Spielzeit zu schaffen. In der Verlängerung und im Elfmeterschießen ist es dann auch immer eine Glückssache, trotzdem denke ich, dass heute die bessere Mannschaft aufgestiegen ist."

Zweikampfführung ein rot-weiß-rotes Problem 

Speziell in der Zweikampfführung und in den offensiven Attributen sah Kühbauer den gravierendsten Unterschied. Diese seien bei Omonia weit ausgeprägter gewesen, als bei seiner Mannschaft. 

"In der Offensive muss man vor allem ehrlich sagen, dass sie die besseren Spieler gehabt haben. Sie wissen, was sie vorne tun, wohingegen bei uns der letzte Punch gefehlt hat, speziell in der Zweikampfführung, in der wir vor allem vor dem Ausschluss schwerst unterlegen waren."

Jene Rückstände seien laut dem WAC-Coach jedoch nicht nur ein Problem der Lavanttaler, sondern generell eines des heimischen Fußballs: 

"Das ist auf jeden Fall ein Thema, dass in Österreich angesprochen gehört, da die Zweikampfführung im internationalen Vergleich einfach eine härtere, aber keine unfaire ist. Da haben wir viel zu tun, dennoch ist es heute schade. Das Schöne ist jetzt, dass wir in drei Tagen schon wieder ein Match haben, in dem wir versuchen werden, es besser zu machen."

Besser können es die Lavanttaler, wie Kühbauer bereits korrekterweise angesprochen hat, schon am kommenden Sonntag machen. Bei der formstarken WSG Tirol (ab 17 Uhr/LIVE-Ticker >>>) will man die heutigen Fehler wiedergutmachen und sich vor allem Zweikampfstärker und torgefährlicher präsentieren. 


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