Endstand
1:0
0:0 , 1:0
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Glasner holt zweiten Europacup-Titel: "Es ist ein Wahnsinn"

Der 51-Jährige holt mit Crystal Palace die Conference League. Die Experten im TV zollen Respekt: "Man kann nur in Superlativen über ihn reden."

Glasner holt zweiten Europacup-Titel: "Es ist ein Wahnsinn" Foto: © IMAGO / ANP

Oliver Glasner holt bei seinem Abschiedsspiel als Coach von Crystal Palace die Conference League!

Im Endspiel bezwingen die "Eagles" Rayo Vallecano mit 1:0 (zum Spielbericht>>>).

Für Glasner ist es nach dem Gewinn der Europa League mit Eintracht Frankfurt 2022 der zweite Europacup-Titel - damit zieht er im Ranking der österreichischen Trainer mit Bela Guttmann und Ernst Happel gleich.

"Er ist eine Legende" - Crystal Palace huldigt Oliver Glasner >>>

Im Studio bei Canal+ streute Experte Johnny Ertl Rosen: "Es ist ein Wahnsinn, was Oli für und mit dem Klub geschafft hat, mit seinem österreichischen Staff. Das ist herrlich - die erste internationale Saison für Crystal Palace und dann stemmst du den Pokal in die Höhe. Kitschig!"

"Man kann nur in Superlativen von ihm reden. Der Weg, den er gegangen ist - das war nur Erfolg. Bei jedem Klub hat er seine Art, wie er Fußball interpretiert und mit Menschen umgeht, durchgezogen. Das ist ein Leader", zog Roman Mählich seinen Hut.

Wenig los in Hälfte eins

Vor allem in Halbzeit eins war das Spielgeschehen allerdings noch sehr verhalten. "Beide haben eine ähnliche Qualität, das Spiel ist ein Kopf-an-Kopf-Rennen", analysierte Roman Mählich zur Halbzeit. "Es war zu erwarten, dass es eher so ein Spiel sein wird, wenn nicht etwas unvorhergesehenes wie eine Rote Karte passiert."

Johnny Ertl sah eine "eher dürftige erste Halbzeit mit leichten Vorteilen für Crystal Palace. Es ist ein Spiel zweier Mannschaften, die nicht viel hergeben."

Einer der wenigen Aufreger am Feld war ein Foulspiel von Rayos Pathé Ciss, der dafür (nur) Gelb sah. "Für mich ist er der letzte Mann, das ist Rot-würdig. Zumindest müsste der VAR das überprüfen", stimmte Robert Almer der Entscheidung der Unparteiischen nicht ganz zu.

"Ganz andere Körpersprache"

Halbzeit eins begann für Crystal Palace dann wunschgemäß - mit dem ersten und einzigen Tor der Partie. Einen Abstauber konnte Jean-Philippe Mateta eiskalt verwerten (51.). "Palace ist mit ganz viel Energie rausgekommen, das hast du von der ersten Aktion gespürt. Deshalb ist die Chance entstanden, es war eine ganz andere Körpersprache als in der 1. Halbzeit", sagte Ertl.

In der Folge hatte Crystal Palace eine Doppelchance, scheiterte jeweils an der Stange. "Sie hätten in der zweiten Halbzeit den Sack zumachen können, das 2:0 oder 3:0 schießen können. Insgesamt ist es ein hochverdienter Sieg", so Almer.

Roman Mählich sah hingegen kritisch, was Rayo in Hälfte zwei auf den Platz gebracht hatte: "Die Spanier haben alles vermissen lassen in der zweiten Halbzeit. Ich weiß nicht genau, was ihre Idee war - aber sie hat nicht gegriffen. Es war eigentlich logisch, dass Crystal Palace das Spiel hochverdient gewinnt."

Die Suche nach dem nächsten Schritt

Wie auch Ertl ortete Almer ganz viel Kitsch. "Mit der ganzen Dramaturgie - Titel, schlechte Phase, Unruhe im Klub - für Oli ist das perfekt."

Über die Zukunft des Trainers, der Crystal Palace ja verlassen wird, machen sich die Experten jeweils keine Sorgen. "Der Titel spielt ihm gut rein, auch wenn er es nicht notwendig hat. Wenn er will, wird er relativ bald wieder einen Trainerjob annehmen", ist sich Mählich sicher.

Almer sagte: "So wie ich ihn einschätze, nimmt er nur einen Verein, bei dem er den nächsten Schritt gehen kann, wo er CL und in einer Topliga um den Titel mitspielen kann."

So feiert Glasner seinen Abschiedstitel mit Crystal Palace

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