"Für einen Schwaben heißt nicht 'so schlecht' 'gut'"
Das es dann in der Schlussphase sogar deutlich wurde, hätte er so zwar nicht unterschrieben, aber es sei eine Top-Ausgangsposition, die man gerne mitnehme. In der Pause hätte es kein Herumschreien gebraucht, sondern er habe aufgezeigt, "dass wir die Umschaltsituationen besser ausnutzen müssen und mit Ball einfach an das glauben, was wir machen. Ein bisschen mehr Ruhe reinbringen, im richtigen Moment ins Risiko gehen."
Die Tore der Bullen fielen zum Teil in die Kategorie sehenswert. So sagte Letsch etwa zum Ausgleich: "Der Abschluss von Dorgeles Nene war nicht schlecht. Und für einen Schwaben heißt nicht so schlecht so viel wie gut."
Man sei davon ausgegangen, dass Brann Bergen das hohe Anfangstempo nicht über das ganze Spiel durchhalten werde können, und das sei am Ende bestätigt worden.
Dennoch betonte er, dass noch nichts entschieden sei: "Jetzt haben wir eine Hälfte gespielt und sind 4:1 vorne. Natürlich ist die Ausgangsposition gut, da brauchen wir auch nicht drum herum reden. Aber ein Bein oder irgendwas, am Schluss geht es darum weiterzukommen und das wollen wir nächste Woche klar machen."
Schlager mit Vorsatz für die kommende Saison
In dieselbe Kerbe schlug Torhüter Alexander Schlager: Man könne schon mit einer breiten Brust ins nächste Spiel gehen, aber "die werden alles reinwerfen von der ersten Sekunde an. Und trotzdem ist es wichtig, dass man kühlen Kopf bewahrt, ganz ruhig bleibt und wir unser Ding durchziehen, ganz egal wann, wie, wo."
Das sei der Vorsatz für die kommende Saison. Nicht zuletzt weil das Rückspiel das erste Heimspiel der Saison sein wird, wolle man dann natürlich auch das Publikum auf seine Seite ziehen. "Es soll eine gute Saison werden und da ist es natürlich wichtig, dass wir dementsprechend auftreten".
"Dann sollten wir auf jeden Fall weiterkommen"
Einer, der neben Schlager in kürzester Zeit zur Identifikationsfigur in Salzburg werden dürfte, ist Rückkehrer Stefan Lainer, der die rechte Seite wie in alten Zeiten beackerte, sich für keinen Sprint zu schade war und das Tor zum 2:1 von Karim Onisiwo mustergültig auflegte.
"Wir sind nicht mit so viel Selbstvertrauen in die Partie gestartet, weil der Gegner uns nichts geschenkt hat. Und dann mit Dauer des Spiels, vor allem in der zweiten Halbzeit, auch natürlich mit Karim, der das dann gut vorne gemacht hat und gute Bälle verteilt hat, sind wir immer besser ins Spiel gekommen", meinte Lainer.
Wenn man nun auch im Rückspiel konsequent auftrete, "dann sollten wir auf jeden Fall weiterkommen". In der dritten Runde würde Club Brügge warten, mit dem Aufstieg wäre zumindest die Ligaphase der Europa League bereits fix.