Ancelotti hat im Napoli-Angriff die Qual der Wahl

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Endlich ist etwas Ruhe beim SSC Napoli eingekehrt!

Nach zwei enttäuschenden Remis gegen KRC Genk in der Champions League sowie in der heimischen Liga gegen den FC Turin befreien sich die Himmelblauen mit einem 2:0-Heimerfolg über Hellas Verona aus der Ergebniskrise.

Nun reisen die Mannen von Startrainer Carlo Ancelotti zum CL-Kracher nach Salzburg. Bereitet die künftige CL-Aufstellung dem 60-Jährigen nun Kopfschmerzen?

Im Angriff sorgten nämlich Neapel-Kapitän Lorenzo Insigne und Dries Mertens zuletzt für Wirbel.

Mertens und Insigne mit Abschiedsgedanken?

Es war die zweite Gruppen-Partie in Genk, die bei Napoli Anfang Oktober Staub aufwirbelte. Ancelotti hatte vor dem Spiel ein deutliches Zeichen gesetzt und Mertens, der mit 114 Toren für Neapel nur noch einen Treffer von der Torausbeute von Klub-Ikone Diego Maradona (115) entfernt ist, auf die Bank gesetzt.

Kapitän Lorenzo Insigne fand sich überhaupt nur auf der Tribüne wieder. Mangelnde Trainingseinstellung wurde als Grund für die Sanktion genannt. Insignes Vertrag endet wie jener von Mertens im kommenden Sommer.

Dass aus dem Umfeld des italienischen Teamstürmers Kritik an der Entscheidung von Ancelotti laut wurde, rief Aurelio De Laurentiis auf den Plan. Der in seiner Wortwahl nie zimperliche Klubchef wollte gegenüber der "Gazzetta dello Sport" vergangene Woche einiges klarstellen.

Klubchef gerät in Rage

Unter anderem könne er Insigne nicht verstehen. "Warum ist er bei Napoli, wenn er nicht gänzlich glücklich ist", fragte De Laurentiis. Bei Insigne habe er das Gefühl, dass sich dieser in Neapel immer unwohl gefühlt habe. "Ich liebe ihn. Aber es wäre besser, er würde uns mitteilen, was er machen will, wenn er einmal erwachsen ist", sagte der Filmproduzent unmissverständlich.

Auch Mertens bekam von De Laurentiis einiges zu hören. Dass der 32-Jährige nach China gehen und dort mehr als bei einer Vertragsverlängerung bei Napoli verdienen könne, brachte den 70-Jährigen beinahe in Rage. "Wenn sie sich nach China verkaufen wollen, überbezahlt sein wollen, um zwei oder drei Jahre ein beschissenes Leben zu führen, ist das ihr Problem", gab De Laurentiis über wechselwillige Akteure zu Protokoll.

Milik bringt sich in Pole-Position

Mit Insigne soll sich Ancelotti inzwischen ausgesprochen haben. Am Samstag spielte der 28-Jährige gegen Verona von Beginn an, ehe er im Finish für Mertens Platz machte. Da hatte Milik bereits seine Anwärterschaft auf einen Platz ganz vorne klar gemacht. Der Pole traf im Doppelpack und empfahl sich für weitere Einsätze.

Mit Salzburg hat er schon gute Bekanntschaft gemacht. Erst im Frühjahr trafen die beiden Teams im Achtelfinale der Europa League aufeinander, Milik schoss beim 3:0 im Hinspiel im Stadio San Paolo das 1:0 und traf auch beim 1:3 eine Woche später in Wals-Siezenheim zum schnellen 1:0 für die Süditaliener.

Etwas mehr als sieben Monate später wusste Ancelotti vor dem ersten Teil der Duelle mit den "Bullen" - das Rückspiel steigt am 5. November - um die Bedeutung der Partien. Nach zwei Runden liegt Napoli in Gruppe E mit vier Zählern vor Salzburg und Liverpool (je 3) voran, könnte bei einer Niederlage aber auf Rang drei zurückfallen.

"In diesen zwei Spielen wird sich viel im Hinblick auf unsere Qualifikation entscheiden. Es wird ein Spiel auf hohem Level, weil sie sehr intensiv spielen. Sie sind keine so erfahrene Mannschaft, ich glaube, es wird wichtig, unsere Erfahrung und die charakterlichen Qualitäten unserer Spieler einzubringen", sagte Ancelotti gegenüber dem Radiosender "Kiss Kiss".

De Laurentiis reist nach Salzburg mit

Der 60-Jährige, seit Sommer 2018 Coach von Napoli, wird gegen Salzburg wieder rotieren. Auf zehn unterschiedliche Aufstellungen in zehn Saisonspielen setzte Ancelotti bisher. Im Angriff bietet sich außer den Genannten noch der robuste Spanier Fernando Llorente an. Auch Mexikos Teamstürmer Hirving Lozano scheint nach einer Fußblessur wieder fit.

De Laurentiis will sich laut einem Bericht der neapolitanischen Zeitung "Il Mattino" in Salzburg jedenfalls selbst ein Bild machen. Fehlte der Klubboss in Genk, soll er in der Red-Bull-Arena live dabei sein.

Textquelle: © LAOLA1/APA

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