Endstand
4:0
2:0 , 2:0
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WSG-Klartext in Kabine! "Gut, dass man mal auf den Tisch haut"

Die WSG Tirol hätte gegen den GAK alles klarmachen können, stattdessen brach man auseinander.

WSG-Klartext in Kabine! "Gut, dass man mal auf den Tisch haut" Foto: © GEPA

Mit einem Sieg in der 30. Runde der ADMIRAL Bundesliga gegen den GAK hätte die WSG Tirol den Klassenerhalt fixieren können - stattdessen schlitterte man in Graz-Liebenau in ein 0:4-Debakel.

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Anstelle der großen Erleichterung steckt man zwei Runde vor Ende der Qualifikationsgruppe weiter im Abstiegskampf fest. Aktuell beträgt der Vorsprung der WSG auf Schlusslicht WAC zwar noch vier Punkte, die Wolfsberger spielen jedoch noch am kommenden Montag.

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"Es ist enttäuschend und ärgerlich, dass wir die Chance nicht genützt haben", zeigt sich WSG-Kapitän Valentino Müller nach Spielende im "Sky"-Interview stinksauer.

Müller: "Das tut mir richtig weh!"

Eigentlich sei man gut in der Partie gewesen, während die Tiroler vor dem Tor jedoch die nötige Konsequenz vermissen ließen, agierte der GAK eiskalt und effizient.

"Der GAK ist mit der ersten Torchance, die wir nicht gut verteidigt haben, in Führung gegangen. Dann sind wir wieder am Drücker gewesen, postwendend schießt der GAK mit der zweiten Chance das zweite Tor", erklärt WSG-Trainer Philipp Semlic.

In der zweiten Halbzeit fingen sich die Wattener zwei weitere Gegentore - ganz zum Unmut von Kapitän Müller.

"Was auf keinen Fall geht, ist, wie wir zweite Halbzeit auseinanderbrechen. Das tut mir richtig weh. Das ist nicht der Charakter unserer Mannschaft", so der 27-Jährige.

Müller auf 180, Semlic resignierte

Nach dem Spiel wurde die gesamte WSG-Mannschaft sofort in die Kabine zitiert, wo es nochmal eine Ansprache gab, wie Müller wissen lässt.

"Wir haben nochmal Klartext geredet. Es war gut, dass man das gleich angesprochen hat, dass man mal auf den Tisch haut." Jeder müsse nach so einem Spiel "sich selber in den Spiegel schauen und vor der eigenen Haustür kehren", erklärt der WSG-Spielführer.

Nicht ganz so streng wie sein Kapitän sah es übrigens Semlic. Der WSG-Trainer habe nach dem dritten Gegentor aktiv die weiße Fahne geschwenkt und einige gelbgefährdete Spieler ausgewechselt. Er werde die deutliche Niederlage am Samstag "definitiv nicht überbewerten".

Zwei wegweisende Partien stehen aus

Mit dem Heimspiel gegen Blau-Weiß Linz kommenden Samstag und dem Auswärtsspiel gegen den Wolfsberger AC am letzten Spieltag stehen zwei absolut richtungsweisende Spiele auf dem Programm.

In diesen Spielen müsse man "ein anderes Gesicht zeigen, ich bin mir aber auch sicher, dass wir das machen werden", so Müller. "Wir müssen nicht auf die Tabelle schauen, es geht um uns. Wir müssen unsere Leistung bringen."

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