Endstand
2:0
1:0 , 1:0
NEWS

Ried schafft Klassenerhalt: "War wirklich ein Kraftakt"

Die SV Ried schafft mit dem Klassenerhalt das große Saisonziel, will nun aber mehr. Für Blau-Weiß Linz stellt das Reißen der positiven Serie keine Katastrophe dar.

Ried schafft Klassenerhalt: "War wirklich ein Kraftakt" Foto: © GEPA

Die SV Ried wird auch in der kommenden Saison in der Bundesliga zu sehen sein!

Durch den 2:0-Sieg über den FC Blau-Weiß Linz (zum Spielbericht >>>) ist der Abstieg nicht mehr möglich, stattdessen ist die Ausgangslage sehr gut, ins Europacup-Playoff einzuziehen - fünf Punkte liegt man aktuell vor dem Tabellenzweiten der Qualifikationsgruppe.

Tabelle der Qualifikationsgruppe >>>

Das große Ziel ist jedenfalls erreicht, Trainer Maximilian Senft war froh und stolz auf "alle, die da mitgewirkt haben, und da meine ich wirklich alle. Das sind natürlich am Platz unsere Jungs, das ist der Staff, das ist das Präsidium, das sind die Fans", wie er im "Sky"-Interview kundtat.

"Es war wirklich ein Kraftakt, gleichzeitig habe ich auch schon einen Hunger auf die nächsten Wochen, auf weitere Siege. Nächste Woche haben wir wieder ein Heimspiel, da wollen wir unseren Fans nochmal einen Sieg schenken natürlich", so Senft.

Man sei Erster, diesen Platz wolle man auf keinen Fall mehr hergeben.

Großes Ziel erreicht

Mögliche Europacup-Abende schwirren der Mannschaft noch nicht im Kopf herum, aber wenn man die Qualigruppe gewinne, werde man natürlich schauen, was möglich ist am Weg nach Europa, meinte Torhüter Andreas Leitner.

test
Maximilian Senft spricht seiner Mannschaft ein Lob aus
Foto: ©GEPA

"Es ist definitiv keine Selbstverständlichkeit, dass wir als SV Ried, als Aufsteiger, frühzeitig den Klassenerhalt fixieren können. Das war unser großes Ziel, das haben wir mit heute erreicht. Jetzt werden wir nicht länger drum herum reden und uns ärgern, dass wir es nicht früher gemacht haben, weil wir wissen schon, wo wir herkommen", erklärte der Schlussmann, der die Null dank einiger guter Paraden hielt.

Besonders die erste Spielhälfte sorgte am Samstag für Spektakel, es gab zahlreiche Torraumszenen auf beiden Seiten. Senft war aber auch mit dem zweiten Spielabschnitt hochzufrieden. Seine Mannschaft habe die Führung "staubig heruntergespielt".

"Verdient in der ersten Liga"

Vielleicht der beste Mann am Platz war an diesem Nachmittag Ante Bajic, der zunächst die Stange traf, dann in einer Aktion im Mittelpunkt stand, als der Video-Schiedsrichter ein Foul an ihm im Strafraum sah. Der Unparteiische Arnes Talic entschied sich nach Ansicht der TV-Bilder aber gegen einen Strafstoß.

Bajic gab auf die Situation am Platz aber die beste Antwort, traf wenig später zum 1:0. Vor allem, dass er ruhig geblieben sei in der Situation, nachdem die erste Chance mit dem Stangenschuss beinahe eine Kopie des Tores war, allerdings mit dem schlechteren Ende, gefiel dem 30-Jährigen.

"Beim zweiten Mal habe ich es einfach besser gemacht, platzierter, und er hat perfekt gepasst", so Bajic.

Der Elfmeter in der Schlussphase sei schließlich eine große Erleichterung gewesen, wodurch man den Klassenerhalt eintüten konnte. "Wir haben gewusst, es wird nicht einfach, aber wenn man sich die ganze Saison so anschaut, war es glaub ich dann auch verdient, dass wir in der ersten Liga bleiben."

Blau-Weiß bricht nicht in Panik aus

Auf der Gegenseite war man bei Blau-Weiß Linz mit der Leistung zwar gar nicht unzufrieden, die Effizienz vor dem Tor ließ allerdings zu wünschen übrig.

test
Die Linzer glauben nach wie vor an ihre Chance
Foto: ©GEPA

"Ich glaube, wir haben kein schlechtes Auswärtsspiel gemacht, waren sehr aktiv, haben vor allem auch versucht, uns Chancen herauszuarbeiten und sind am Ende auch zu vielen Abschlüssen gekommen. Leider haben wir es verpasst, ein Tor zu machen, und dann wird dich wahrscheinlich mal ein Fehler umbringen, das war dann so", so Blau-Weiß-Trainer Michael Köllner.

Mit dem Elfmeter sei das Spiel dann entschieden gewesen. "Schade, weil wir kein so schlechtes Auswärtsspiel gemacht haben, heute hätten wir hier mindestens einen Punkt mitnehmen können."

Trotzdem sah Köllner keinen Grund für Panik, man werde sich schütteln und weitermachen. "Dass du mal einen Dämpfer kriegst, musst du einkalkulieren. Wir haben jetzt eine tolle Serie gespielt, wussten aber seit ich im Januar hierhergekommen bin, dass das wahrscheinlich bis zum Schluss gehen wird."

Selbstbewusst in die letzten zwei Spiele

"Wir wussten, dass wir aus den letzten drei Partien sechs Punkte brauchen, das hat sich nicht verändert. Wir haben die Qualität, um in Tirol zu gewinnen, und wir haben die Qualität, am Ende daheim den GAK zu schlagen." Man sei mental stark genug für diese Situation, jetzt gelte es, nächste Woche auswärts die nächsten Punkte zu holen.

Damit sprach der BW-Coach einen wunden Punkt an. Zwar holte man zuletzt viele Punkte, auswärts wartet man aber seit Anfang Oktober des letzten Jahres auf einen Dreier.

Trotzdem blickte Verteidiger Manuel Maranda zuversichtlich auf den Endspurt: "Jetzt wird es in den letzten zwei Runden nochmal darauf ankommen, ob wir unsere Qualität wieder auf den Platz bringen, und wenn wir das machen, werden wir die Klasse halten."

Und Köllner ist sogar überzeugt: "Wir brauchen nächste Woche wieder die Schärfe und Genauigkeit, und dann sind wir auch in der Lage, den Klassenerhalt am Ende der Saison zu feiern."

Bundesliga-Tabellenrechner:

Kommentare