WSG freut sich über Sieg mit "wenig Risiko"
Bei den Tirolern herrscht etwas Erleichterung nach dem Sieg über Ried. Der Rieder Trainer Senft übt hingegen Kritik an seiner Mannschaft und am Schiedsrichter.
Für die WSG Tirol setzte es am in der 29. Runde der ADMIRAL Bundesliga einen wichtigen Sieg. Zuhause konnten die Tiroler die SV Ried mit 1:0 besiegen (Zum Spielbericht>>>).
Für Wattens war es erst der zweite Sieg in der Qualifikationsgruppe und der überhaupt erste Sieg über Ried in dieser Saison. Damit konnte sich die WSG auch etwas Luft im Abstiegskampf schaffen.
Im Spiel hatten die Wattener mehr Kontrolle, doch auch die Rieder hatten die Möglichkeit, zu treffen. Schlussendlich setzten sich die Tiroler jedoch knapp durch.
"Haben uns die drei Punkte verdient"
"Ich tue mir immer schwer, von verdient oder unverdient zu sprechen. Am Ende sind es so viele kleine Situationen, die entscheidend sind. Aber am Ende haben wir durch unsere Energie die drei Punkte 'verdient'", sagt WSG-Coach Philipp Semlic am "Sky"-Mikro.
Die Partie war lange Zeit sehr umkämpft. Keine der beiden Mannschaft ging ins letzte Risiko, doch für Semlic war genau das der Schlüssel zum Erfolg.
"Man hat letztes Jahr im unteren Playoff schon gesehen, dass das probatere Mittel ist, wenig ins Risiko zu gehen. Trotzdem darf man nicht das Fußball spielen aufhören. Genau das haben die Jungs heute sehr gut geschafft", so Semlic.
Müller: "Haben schon attrakiver gespielt"
WSG-Kapitän Valentino Müller zeigt sich nach der Partie ziemlich erleichtert: "Wir waren ziemlich griffig und hatten das glücklichere Ende für uns. Es tut gerade einfach sehr, sehr gut, dass mir die drei Punkte mitgenommen haben."
Die Tiroler agierten viel mit langen Bällen. Für Müller, der Ried für diesen Spielstil unlängst kritisierte, war der Grund für die Herangehensweise klar: "Wir haben sicher schon attraktiveren Fußball gespielt, aber da kommen einfach die Dynamiken vom unteren Playoff ins Spiel."
"Wir können besser Fußball spielen"
Ried-Trainer Maximilian Senft zeigte sich hingegen gar nicht zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft: "Gegen diese WSG brauchen wir ganz viel Spielaktivität, die haben wir heute nicht auf den Platz gebracht. Dementsprechend war mit der Leistung unzufrieden und am Ende des Tages können wir viel besser Fußball spielen."
Den entscheidenden Treffer für die WSG erzielte schlussendlich der Rieder Peter Kiedl mit einem Eigentor (55.). Senft wollte seinem Spieler jedoch keine Vorwürfe machen.
"Eigentore können immer passieren. Auf dem ersten Blick war es eine sehr unglücklich Aktion, aber wegen so etwas, bin ich niemanden böse", so Senft.
Senft: "Da wurde heute mit zweierlei Maß gepfiffen"
Die Schiedrichterleistung ist für Senft jedoch nicht zufriedenstellend gewesen. Vor allem aufgrund eines aberkannten Treffers gegen Ende der ersten Halbzeit. Dem Treffer war ein Foul an WSG-Keeper Stejskal vorausgegangen.
"In Österreich ist das ein Foul, international nirgends. Ich bin nicht der erste Trainer der sagt, dass in Österreich viel zu weich gepfiffen wird, was die Torhüter betrifft. Aus meiner Sicht war es kein Foul, aber da wurde heute mit zweierlei Maß gemessen."