Mit dem 1:1 gegen den SK Sturm Graz startet die WSG Tirol mit einem Achtungserfolg in die neue Saison der ADMIRAL Bundesliga (Zum Spielbericht>>>).
Während die Grazer den zahlreichen vergebenen Chancen nachtrauern, freuen sich die Tiroler über einen hart erkämpften Zähler. Auch wenn Trainer Philipp Semlic noch reichlich Verbesserungspotenzial sieht.
"Wir können stolz sein auf den Punkt"
"Wir können stolz sein auf den Punkt, aber wir wissen auch, dass wir viel Arbeit haben", sagt Lukas Hinterseer nach dem Schlusspfiff bei "Sky". Vor allem die zweite Halbzeit verlangte seiner Mannschaft alles ab.
"Wir haben mit Herz verteidigt, mit Mut verteidigt, mit Leidenschaft verteidigt", lobt der Routinier seine Teamkollegen. Besonders hebt er Torhüter Salko Hamzic hervor, der mehrere starke Paraden zeigte, sowie Debütant Raphael Gschössl, der "ein Wahnsinnsspiel" absolviert habe.
Semlic: "Wir haben noch sehr viel Arbeit vor uns"
Auch Trainer Philipp Semlic ist mit der kämpferischen Leistung seiner Mannschaft zufrieden. "Wir waren eine Einheit, wir waren laufbereit, wir waren einsatzbereit. Diese Basis muss bei uns immer stimmen, damit wir eine gewisse Wahrscheinlichkeit haben, erfolgreich zu sein."
Vor der Pause habe seine Mannschaft im Ballbesitz bereits vieles von dem umgesetzt, was man sich vorgenommen habe. Nach dem Seitenwechsel sei es dann "schon ein Verteidigungskampf mit einer sehr guten letzten Linie" gewesen, die Sturm immer wieder ins Abseits laufen ließ.
Trotz des Punktgewinns tritt Semlic auf die Euphoriebremse. "Wir haben schon noch sehr viel Arbeit vor uns."
Die Mannschaft brauche noch Zeit, um die neue Spielidee vollständig umzusetzen. "Wir werden von Einheit zu Einheit und von Spiel zu Spiel besser werden. Das muss auch der Anspruch sein."
Balic blickt auf das große Ziel
Neuzugang Husein Balic fühlt sich bei der WSG bereits angekommen. Sportlich bleibt der 30-Jährige aber realistisch.
"Der Klassenerhalt ist immer das Ziel der WSG", sagt Balic. Das neue Stadion, das im kommenden Jahr bezogen werden soll, sei eine zusätzliche Motivation für die gesamte Mannschaft.
Gleichzeitig sieht auch er noch Luft nach oben: "Speziell in der Offensive müssen wir uns verbessern."