Endstand
1:1
1:1 , 0:0
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Chancenwucher kostet Sturm den Sieg: "Habe Fragezeichen im Kopf"

Der SK Sturm hadert vor allem mit der eigenen Chancenverwertung. Trainer Fabio Ingolitsch spricht von "zwei verlorenen Punkten".

Chancenwucher kostet Sturm den Sieg: "Habe Fragezeichen im Kopf" Foto: © GEPA

Der SK Sturm Graz muss sich zum Bundesliga-Auftakt nach der Champions-League-Qualifikation mit einem 1:1 bei der WSG Tirol begnügen (zum Spielbericht>>>).

Entsprechend groß ist nach dem Schlusspfiff der Frust, denn aus Sicht der Grazer wäre deutlich mehr möglich gewesen.

Ingolitsch kritisert Chancenverwertung

"Ich habe ein paar Fragezeichen im Kopf. Es ist ein Rätsel, wie man so ein Spiel nicht gewinnen kann", sagt Ingolitsch nach dem Schlusspfiff bei "Sky".

Seine Mannschaft habe "unzählige Großchancen" vorgefunden, der Gegner sei hingegen mit einem einzigen Torschuss zum Ausgleich gekommen. "Das sind zwei verlorene Punkte, die extrem unnötig waren."

Vor allem aufgrund der vielen guten Möglichkeiten, die Ingolitschs Mannschaft gegen die WSG vorgefunden hatte.

"Heute haben wir so viele Räume gekriegt, wie wir sie in den nächsten Wochen wahrscheinlich nicht mehr kriegen werden. Die hätten wir gnadenlos ausnutzen müssen."

Chancen für mehrere Spiele

Ähnlich fällt auch die Analyse von Simon Seidl aus, der selbst einige gute Möglichkeiten liegen ließ.

"Wir haben genug Chancen gehabt. Wir haben es einfach nicht geschafft, sie reinzumachen und das Spiel frühzeitig zu entscheiden", sagt der Offensivspieler.

Trotz der Enttäuschung wolle sich Sturm davon nicht aus der Bahn werfen lassen: "Wir schauen nach vorne und werden weiter Gas geben."

Auch für Jacob Peter Hödl wäre deutlich mehr möglich gewesen. "Es war kein schönes Spiel, aber wir haben uns gute Chancen herausgespielt. Wenn wir die nutzen, fahren wir mit einem Sieg nach Hause."

Abseits als wiederkehrendes Problem

Neben der Chancenverwertung spricht Ingolitsch auch die zahlreichen Abseitssituationen an. Vor allem nach der Pause liefen seine Spieler immer wieder einen Tick zu früh los.

"Wir müssen uns besser orientieren. Heute haben wir Räume bekommen, die wir in den nächsten Wochen wahrscheinlich nicht mehr bekommen werden. Die hätten wir gnadenlos ausnutzen müssen", fordert der Sturm-Coach.

Dass der schlechte Tiroler Rasen eine Rolle gespielt habe, lässt Ingolitsch nicht gelten. "Der Platz hat nichts damit zu tun, dass wir dieses Spiel nicht gewonnen haben. Wir übernehmen die Verantwortung."

Auf Sturm wartet Hexenkessel

Lange Zeit zum Ärgern bleibt ohnehin nicht. Bereits am Mittwoch wartet in der Champions-League-Qualifikation mit Fenerbahce die nächste große Aufgabe.

"Jetzt müssen wir das Spiel sauber aufarbeiten", sagt Ingolitsch. Danach richte sich der volle Fokus auf das Duell in Istanbul.

Dort erwartet Sturm laut seinem Trainer "eines der lautesten und wildesten Stadien Europas" - und mit Stars wie N'Golo Kanté oder Marco Asensio einen Gegner von ganz anderem Kaliber.

Nach dem verpassten Sieg in Tirol will Sturm dort die passende Reaktion zeigen. Die Chancenverwertung dürfte bis dahin eines der wichtigsten Themen sein.

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