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Jagd auf den LASK eröffnet! Salzburg und Sturm erste Verfolger

Vizemeister Sturm Graz und ein neu aufgestelltes Red Bull Salzburg wollen verhindern, dass sich der Coup des LASK wiederholt und selbst den Meisterteller heben.

Jagd auf den LASK eröffnet! Salzburg und Sturm erste Verfolger Foto: © GEPA

Der ehemalige Serienmeister Red Bull Salzburg und der vom LASK entthronte Vizemeister Sturm Graz starten am Samstag den Kampf um die Rückkehr als Nummer eins der ADMIRAL Bundesliga.

Sturm will im Innsbrucker Tivoli Stadion bei der WSG Tirol (17.00 Uhr/im LAOLA1 Live-Ticker) den starken Saisonstart mit drei Siegen im nationalen Cup und der Champions-League-Qualifikation fortsetzen.

Salzburg empfängt im ersten Meisterschaftsspiel unter dem neuen Trainer Danny Röhl den TSV Hartberg (19.30 Uhr/Live-Ticker).

Vizemeister baut auf Erfolgsserie

Drei Spiele, drei klare Siege, kein Gegentor - dem SK Sturm ist der Start in die neue Saison gegen Heart of Midlothian (4:0 und 2:0) und Seekirchen (3:0) perfekt gelungen. 16 Spiele sind die Grazer ungeschlagen, die Erfolgsserie will man auch auf dem Tivoli fortsetzen.

Trainer Fabio Ingolitsch und seine Elf sind aber gewarnt, verlor Sturm in der vergangenen Saison doch beide Duelle mit der WSG und kassierte am 14. Februar mit einem 0:1 die bis dato letzte Niederlage.

"Diese letzte Niederlage - unsere einzige in der Liga, seit ich das Team übernehmen durfte - war in Tirol, dementsprechend gewarnt, aber auch motiviert gehen wir in dieses Spiel", erklärte Ingolitsch. "Wir müssen mit unseren Tugenden und Stärken auftreten, intensiven und proaktiven Fußball zeigen, dann bin ich davon überzeugt, dass wir dieses Spiel positiv bestreiten werden."

Ingolitsch muss auf seinen Spielmacher Otar Kiteishvili wegen dessen Wadenblessur verzichten, hinter dem Einsatz von zwei, drei Spielern steht noch ein Fragezeichen.

WSG ist noch im Aufbau

Die WSG hat im Sommer über ein Dutzend Spieler abgegeben, Trainer Philipp Semlic ist daher noch am Formen. "Wir sind noch nicht so weit wie am Ende der letzten Saison, was aber normal ist", sagte Semlic.

Der Außenseiter rechnet sich dennoch Chancen aus. "Eine 'Mission Impossible' ist es nicht. Man hat es auch letztes Jahr gesehen, dass wir gegen Sturm Graz gute Spiele machen können", erinnerte der Coach.

"Wir wissen schon, dass die Trauben hoch hängen und wir das Spielglück ein bisschen erzwingen müssen, um unsere Punkte zu machen", meinte Semlic, der zum Start auf Thomas Sabitzer und Quincy Butler verzichten muss. Sabitzer muss wegen eines Muskelbündelrisses sechs bis acht Wochen pausieren, Butler ist nach einem Kreuzbandriss in der Reha und wird wohl erst im Dezember wieder einsteigen.

RBS plant üblichen Saisonstart

Die Salzburger blicken vor dem Start gerne auf die Statistik, ging doch seit 2016 kein erstes Ligaspiel verloren. Bei einem Saisonauftakt zu Hause gab es gar seit 2000 keine Niederlage. "Wir wollen am Samstag unsere Pflicht erfüllen, das erfolgreiche Pokalspiel hilft auf jeden Fall", sagte Salzburgs Coach Danny Röhl vor seinem Ligadebüt.

Dass man viele Tore erzielen könne, stimme ihn zuversichtlich. "Wir haben auch ein Rezept, wenn Gegner tief stehen", ergänzte der 37-jährige Deutsche. Sein Gegenüber Markus Schopp bezeichnete er als "mutigen Trainer". Die Spielweise des TSV Hartberg, der auswärts vergangene Saison nur dreimal verlor, habe sich unter dem Neo-Coach "ein bisschen" geändert.

Gewarnt ist der Tabellendritte der vergangenen Saison unabhängig davon. Im letzten Spiel 2025/26 hatten sich die Steirer mit einem 3:1 in Wals-Siezenheim erstmals überhaupt im 25. direkten Duell durchsetzen können. Zuvor hatte es dort auch noch ein 0:0 gegeben.

Neue Leistungsträger müssen liefern

"Ein Meisterschaftsauftakt gegen Salzburg ist etwas ganz Besonderes. Wir treffen auf eine Mannschaft, die den Anspruch und die Qualität hat, Meister und Cupsieger zu werden. Für uns ist das eine große Herausforderung, auf die wir uns sehr gut vorbereitet haben und auf die wir uns freuen", sagte TSV-Rückkehrer Schopp. Man wolle dem Gegner bei einer "spannenden Aufgabe" auch wirklich "alles abverlangen".

Bei beiden Teams blieb personell kaum ein Stein auf dem anderen. Bei den Salzburgern sollen etwa Stürmer Haris Tabakovic, der sich laut Röhl als "100-prozentiger Vollprofi" präsentiere, Nikolas Veratschnig, Abubakr Barry und der neue Stammtormann Christian Zawieschitzky tragende Rollen spielen.

Ein Sieg wäre auch angesichts des Einstiegs in die Europa-League-Qualifikation am kommenden Donnerstag gegen Pafos wichtig. "Wenn man unser August-Programm sieht, braucht es eine zügige Weiterentwicklung, und dass die Mannschaft schnell auf Touren kommt. Aber ich habe ein gutes Gefühl", meinte Röhl.

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