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Derby-Vorfälle: Rapid erhält Block-West-Sperre!

Die Bundesliga hat nach den Vorfällen beim Wiener Derby ihr Urteil gefällt.

Derby-Vorfälle: Rapid erhält Block-West-Sperre! Foto: © GEPA

Der Strafsenat der ADMIRAL Bundesliga hat nach den Derby-Vorfällen zwischen Austria und Rapid sein Urteil verkündet.

Unter anderem wird der Block West in den kommenden drei Bundesliga-Heimspielen gegen Austria, Salzburg, Sturm oder LASK komplett gesperrt. Zum ersten Mal greift die Strafe damit am 8. März im Heimspiel gegen Salzburg.

Folgende Strafen fassen die beide Klubs aus:

SK Rapid:

  • Widerruf der bedingten Strafe vom Urteil vom 1. Oktober 2024, wodurch der SK Rapid bei den kommenden drei Heimspielen gegen FK Austria Wien, FC Red Bull Salzburg, SK Puntigamer Sturm Graz oder LASK die Heimfansektoren (Sektoren 15 – 18) und aus Sicherheitsgründen auch die neben dem Gästesektor befindlichen Sektoren 4 und 5 sperren muss. Es darf kein alternativer Heimfansektor gebildet werden und der Gästefansektor auch nicht für Heimfans genutzt werden.

  • Es wird eine Geldstrafe in Höhe von 100.000 Euro ausgesprochen.

  • Zudem wird als verpflichtende Sicherheitsmaßnahme festgelegt, dass für die nächsten drei Jahre ab verbandsinterner Rechtskraft keine Gästefans bei Wiener Derbys in der Generali Arena zugelassen sind. Diese Maßnahme gilt auch für Spiele des SK Rapid II

FK Austria Wien:

  • Geldstrafe in der Höhe von 48.400 Euro wegen nicht genehmigter Verwendung von Pyrotechnik.

Kein Protest von Rapid

Der SK Rapid will diese Beschlüsse zur Kenntnis zu nehmen und wird keinen Protest anmelden.

Rapid hatte bereits vor dem offiziellen Urteil selbst verkündet, bei künftigen Derbys in der Generali-Arena auf Auswärtsfans zu verzichten.

Die Urteilsbegründung des Senat 1 im Wortlaut:

"Beim letzten Derby wurde durch die missbräuchliche Verwendung von Pyrotechnik und das Werfen von pyrotechnischen Gegenständen aus dem Gästesektor auf das Spielfeld und in andere Sektoren die Gesundheit der Zuschauer im Stadion und der Aktiven am Spielfeld gefährdet. Zudem führten die Vorfälle zu einer minutenlangen Spielunterbrechung. Aufgrund der Schwere dieser Vorfälle war in einem ersten Schritt die bedingte Strafe vom Urteil vom 1. Oktober 2024 zu widerrufen. 

Der proaktive freiwillige Verzicht des SK Rapid auf Gästefans bei Wiener Derbys ist nach Ansicht des Senat 1 ein richtiger Schritt. Ergänzend wird daher auch als verpflichtende Sicherheitsmaßnahme vom Senat 1 festgehalten, dass für die nächsten drei Jahre ab verbandsinterner Rechtskraft keine Gästefans bei Wiener Derbys in der Generali Arena zugelassen sind. Der SK Rapid darf damit in den jeweiligen Auswärtsderbys das Kartenkontingent für den Gästesektor nicht in Anspruch nehmen. 

Zudem wird eine Geldstrafe von 100.000 Euro verhängt. Festzuhalten ist, dass von der Ausschöpfung der maximalen Geldstrafe (bis 150.000 Euro) abgesehen werden konnte, da neben der medialen Verurteilung der Vorfälle sowie dem unmittelbaren und freiwilligen Verzicht von Gästefans bei Wiener Derbys die Verantwortlichen des SK Rapid zusätzlich auch im Rahmen des Verfahrens glaubhaft dargelegt haben, weitere wichtige Maßnahmen zu ergreifen, um derartige Vorfälle zukünftig bestmöglich zu verhindern."


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