Der Burgenländer musste seine Mannschaft am Freitag ein wenig umbauen.
In der Innenverteidigung wurde der Abgang von Keba Cisse mit dem bewährten Trio Andrade-Tornich-Mbuyamba aufgefangen, im Sturm wurde Samuel Adeniran von Krystof Danek und Christoph Lang umkreist, nachdem Sasa Kalajdzics Leihe endete und Moses Usor noch nicht fit für einen Startelf-Einsatz war.
Adeniran füllte dabei eine etwas neue Rolle aus, indem er viele Bälle auf seine Nebenleute weiterleitete, anstatt wie gewohnt selbst in die Tiefe zu gehen. Zudem zeigte sich der US-Amerikaner so eiskalt wie selten zuvor und schnürte seinen ersten Bundesliga-Doppelpack für den LASK überhaupt.
Horvath: "War einfach, Leistung zu bringen"
Der einzige Neuzugang in der Startelf war Robert Ljubicic, der anstelle des zuletzt noch angeschlagenen Melayro Bogarde beginnen durfte.
"Außer ihm waren es die selben Spieler wie letztes Jahr. Deswegen war es für uns einfach, unsere Leistung am Platz zu bringen", freut sich Kapitän Sascha Horvath.
Lang: "Haben keinen Grund, nicht selbstbewusst zu sein"
Der LASK ging die Partie von Minute eins mit dem Selbstverständnis eines Doublesiegers an und ließ den Grazer Gästen nicht den Hauch einer Chance.
Christoph Lang sagt dazu: "Wir haben keinen Grund, nicht selbstbewusst zu sein. Wir gehen in jedes Spiel, um es zu gewinnen."
"Wir haben heute einen Gegner vorgefunden, der versucht hat, tief zu stehen. Trotzdem haben wir von Beginn weg immer wieder aufs Tor gefunden und zur rechten Zeit die Tore geschossen", resümiert Kühbauer. Mit der Leistung sei er deshalb "sehr zufrieden, weil man gesehen hat, dass die Jungs sehr gut arbeiten".
Kühbauer wollte seine gesamte Startelf eigentlich durchspielen lassen
Dabei zeichnete sich in der Vorbereitung durchaus ab, dass der LASK schwächeln könnte; drei der sechs Testspiele gingen verloren. "Aber da waren wir auch müde", relativiert Horvath.
Mittlerweile sei man auf einem guten körperlichen Niveau. Sogar auf einem so guten, dass Kühbauer überlegte, seine komplette Startelf trotz brütender Hitze in Linz durchspielen zu lassen.
"Wir wollten auf Zug bleiben, weil wir alles raushauen hätten können, nachdem wir erst in neun Tagen das nächste Spiel haben. Aber ab der 65. Minute sind wir ungenauer geworden und haben dann Spieler gebracht, die ich sonst nicht gebracht hätte", so der LASK-Coach, der so auch zuletzt angeschlagenen Spielern wie Alessandro Schöpf, Moses Usor und Melayro Bogarde wichtige Spielzeit ermöglichen konnte.
Was noch besser werden muss
"Jetzt heißt es hart arbeiten, weil bald geht es richtig zur Sache."
Angesprochene Nachlässigkeit im Laufe des zweiten Durchgangs, "darf uns in der Champions-League-Quali natürlich nicht passieren, weil wenn du da zurückschaltest, kassierst du gleich ein Tor", bemängelt Horvath.
Auch die Entscheidungsfindung im letzten Drittel hätte das ein oder andere Mal besser sein können, ergänzt Kühbauer.
"Aber im Großen und Ganzen war es ein guter Start. Beim GAK hat es sechs neue Spieler gegeben, wir wissen, dass wir am Boden bleiben müssen. Jetzt heißt es hart arbeiten, weil bald geht es richtig zur Sache", gibt Horvath die Marschrichtung für die nächsten Wochen vor.