Andreas Herzog: "Nicht so unhübsch"

 

Zwei Spiele gespielt und die Admira lacht von der Bundesliga-Tabellenspitze! Hier geht es zur aktuellen Bundesliga-Tabelle >>>

So oder so ähnlich hat sich Andreas Herzog seine ersten Spiele als Admira-Cheftrainer wohl vorgestellt. "Das ist für uns eine schöne Momentaufnahme. Zwei Spiele, vier Punkte war auch ungefähr das, was ich mir erhofft habe nach der Auslosung", beschreibt Herzog seinen nahezu perfekten Bundesliga-Einstand gegenüber "Sky".

Nach einem 1:1 gegen die WSG Tirol zum Auftakt ließ die Admira im ersten Heimspiel der neuen Saison gegen Austria Klagenfurt die ersten drei Punkte folgen - den ersten Sieg für Andreas Herzog als Bundesliga-Trainer.

Dabei wurde es der Admira ehrlicherweise aber ziemlich leicht gemacht. Nach zwei Ausschlüssen gegen Klagenfurt in der ersten Halbzeit spielten die Südstädter lange Zeit mit zwei Mann in Überzahl. Zwar stemmten sich die Kärntner lange wacker gegen die Niederlage, am Ende fuhren die Niederösterreicher aber klar mit 4:0 über den Aufsteiger (Spielbericht >>>).

Herzog: "Da fällt eine Last ab"

"Es ist ein wichtiger Sieg für uns gewesen. Wir haben gesehen am Anfang, selbst mit zwei Mann mehr, dass wir uns schon schwergetan haben", hätte sich der Admira-Cheftrainer gerne eine frühere Führung gewünscht.

(Text wird unter dem Video fortgesetzt)



"Es klingt blöd, wenn man zwei Mann mehr ist, aber trotzdem haben wir im Ballbesitz nicht richtig gespielt. Wir hätten das Spiel breiter und schneller machen müssen. Das ist uns nach dem 1:0 besser gelungen, weil natürlich auch eine Last von der Mannschaft abfällt", so Herzog.

Nach dem Führungstreffer durch Stephan Zwierschitz in der 67. Minute brachen in der Südstadt aber alle Dämme. "Heute bin ich der klassische Dosenöffner. Klagenfurt, obwohl sie zwei Mann weniger waren, haben mit Mann und Maus verteidigt. Nach meinem Tor war der Bann gebrochen", zeigt sich Zwierschitz nach Schlusspfiff erleichtert.

Erleichtert war auch Andreas Herzog, der seine Mannschaft bis zum Schlusspfiff weiter angreifen sah. "Nach dem 1:0 haben wir komplett das Kommando übernommen. Wir haben gesagt, dass wir sofort auf das zweite Tor spielen wollen. Danach war das natürlich ein ganz deutlicher Sieg."

"Klar, dass Klagenfurt irgendwann wegbricht"

"Es war extrem schwer für die Klagenfurter, so früh mit zwei Mann weniger. Trotzdem muss man sich solche Situationen erst erarbeiten und erkämpfen. Mit dem 4:0 bin ich natürlich zufrieden", findet Herzog.

Mit den Schiedsrichter-Entscheidungen, die zu den Ausschlüssen von Kosmas Gkezos und Nicolas Wimmer führten, geht der Admira-Cheftrainer im übrigen d'accord. "Wir hatten heute die glücklicheren Entscheidungen. Meine Spieler haben diese Situationen aber auch erzwungen."

Abheben ist bei der Admira nach nur zwei Spieltagen keineswegs angesagt. "Wir müssen das richtig einschätzen. Ich glaube, dass es ein verdienter Sieg war, keine Frage. Bei 70 Minuten mit zwei Mann mehr war es aber klar, dass die Klagenfurter irgendwann mal wegbrechen. Wir haben gesagt, wir müssen mit Tempo und Geduld weiterspielen. Das hat die Mannschaft nach dem 1:0 gut umgesetzt."

Doppelpacker Babuscu: "Unbeschreiblich!"

Einer, der die Bühne in Überzahl perfekt nützte, war zweifelsohne der 17-jährige Onurhan Babuscu, der in seinem gerade mal fünften Bundesliga-Spiel einen Doppelpack schnürte und sich so zum fünftjüngsten Bundesliga-Torschützen der Admira machte.

"Nach einer langen Verletzung ist es unglaublich, dass ich hier beim Comeback in der Bundesliga zwei Tore mache. Es ist unbeschreiblich", so Babuscu, der fast die gesamte letzte Saison wegen einer Operation am Knie verpasste. "Das bringt mir viel Selbstvertrauen. Jetzt heißt es einfach genauso weiterzumachen."

Andreas Herzog warf den Jungspund kurz vor dem Pausenpfiff für den verletzten Niko Datkovic rein. Babuscu zahlte das Vertrauen eindrucksvoll zurück. "Dass er mit 17 Jahren zwei Tore schießt, war für ihn natürlich fantastisch, aber für einen Trainer auch nicht so unhübsch", freut sich der Cheftrainer mit seinem Talent.

"Fördern, fordern und in den Hintern treten"

Babuscu habe in der kurzen Zeit unter Herzog bereits eine Menge gelernt, wie der 17-Jährige verrät: "Er redet mit allen Spielern sehr viel und gibt uns Tipps. Man merkt, dass er sich sehr auskennt im Fußball."

Stephan Zwierschitz wurde bereits im Training Zeuge des großen Potenzials, das Babuscu mitbringt. "Er ist blutjung, gibt im Training richtig Gas. Man sieht richtig sein Potenzial. Er ist aber nicht der Einzige, wir haben einige Spieler in unseren Reihen, Rohdiamante, die noch geschliffen gehören."

Auch Andreas Herzog weiß, dass noch eine Menge Arbeit voraus liegt, wenn man noch öfter von der Tabellenspitze lachen will. "Wir haben eine junge Mannschaft, wir müssen knallhart weiterarbeiten - die jungen Spieler fördern, fordern und in den Hintern treten."

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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