Peter Pacult: Kein Verständnis für den VAR

 

Der SK Austria Klagenfurt erlebte am Samstag in der Südstadt einen ganz bitteren Arbeitstag - vor allem Kosmas Gkezos und Nicolas Wimmer.

Die beiden Klagenfurt-Verteidiger wurden nämlich beide in der ersten Halbzeit mit Rot vom Platz gestellt. Die Konstellation in beiden Fällen gleich: Zuerst gab es für Foulspiele die Gelbe Karte, nach Hinzuziehen des VAR wurde diese nach minutenlangem Warten jedoch in Rot umgewandelt. Das Ergebnis: eine satte 0:4-Klatsche gegen die Admira (Spielbericht >>>).

"Ich möchte mich dazu gar nicht äußern, denn ich möchte nächste Woche gegen Hartberg noch auf der Trainerbank sitzen", so ein mit den Schiedsrichter-Entscheidungen unzufriedener Peter Pacult gegenüber "Sky".

Pacult will "Gedanken nicht preisgeben"

So richtig äußern wollte sich der Klagenfurt-Coach über seine Gedanken bezüglich der beiden Ausschlüsse nicht - aus Angst vor Sanktionen. "Ich will nicht einzahlen, für was ich kein Verständnis habe", lässt aber gut deuten, in welche Richtung Pacult tendiert.

(Text wird unter dem Video fortgesetzt)



Auch mit der einen oder anderen Nachfrage lässt sich der 61-Jährige nicht locken. "Ich will meine Gedanken nicht preisgeben. Ich äußere mich dazu nicht. Der Schiedsrichter hat es gegeben und Aus, Schluss, basta", kann man sich nur ausmalen, wie es im Kopf von Peter Pacult aussieht.

"Hat Matchplan über den Haufen geworfen"

Fakt ist, die Schiedsrichter-Entscheidungen verliehen dem Spiel in der Südstadt einen ganz neuen Anstrich. Dementsprechend hart war es natürlich für Austria Klagenfurt, sich noch anständig aus der Affäre zu ziehen.

"Nach der ersten Roten Karte ist unser ganzer Matchplan über den Haufen geworfen worden", so der Klagenfurt-Coach. Beim zweiten Ausschluss von Wimmer kurz vor der Pause habe Pacult zudem noch ein Vergehen eines Admiraners gesehen, das nicht geahndet wurde.

"Wenn man schon den VAR macht, dann sollte man sich wahrscheinlich die Szene auf der Mittelauflage anschauen, dann passiert diese zweite Rote Karte auch nicht. Wenn du dann mit zwei Mann weniger spielst, dann wirst du nicht viele Chancen haben, das Spiel so zu gestalten, wie du das vor dem Spiel mit der Mannschaft eigentlich besprochen hast", findet Pacult.

"Einfach nicht mehr drinnen gewesen"

Dennoch schlug sich Klagenfurt wacker, hielt bis tief in die zweite Halbzeit trotz zwei Leuten wenige ein 0:0, dann folgt jedoch der Einbruch.

"Wenn du so lange die Null hälts, hofft man natürlich, dass das Quäntchen Glück auch noch auf deiner Seite ist, dass du das drüber bringst. Dann sind aber Fehler passiert, die der Müdigkeit zuzuschreiben waren. Der Charakter der Mannschaft stimmt, das hat man gesehen", sagt Pacult.

"Wenn du permanent arbeiten musst, dass du die Räume enger machst, werden die Kräfte auch mal weniger. Die Mannschaft hat sich weitgehend an die Plan gehalten, den wir in der Halbzeit besprochen haben. Aber da passieren einfach Fehler, das muss man zugestehen. Ich will da jetzt nicht großartig analysieren, das wäre verlorene Zeit", legt der Coach der Kärntner nach.

Analyse ist also keine angesagt, dafür aber aufbauende Worte gleich nach dem Spiel. "Die Mannschaft hat das sehr positiv aufgenommen. Das ist natürlich für unsere Fans schade. Wir haben uns für dieses Spiel wirklich enorm viel vorgenommen, aber so wie es gelaufen ist, ist für uns heute einfach nicht mehr drinnen gewesen."

"Jetzt heißt es, Kopf hoch, das ahaken. Es war ein bitterer Nachmittag für uns."


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