Endstand
0:3
0:1, 0:2
news

Sturm jubelt nach Derbysieg: "Tut schwarz-weißem Herzen gut"

Sturm geht auch im ersten Saisonduell gegen den GAK als Derbysieger vom Platz. Die ersatzgeschwächte Truppe erhält dafür ein Extralob ihres Trainers.

Sturm jubelt nach Derbysieg: Foto: © GEPA

Der SK Sturm darf sich erneut Derbysieger nennen! Die "Schowazen" besiegen den GAK im 202. Aufeinandertreffen mit 3:0 (Zum Spielbericht>>>) und sind weiterhin die Nummer eins der Stadt.

Für Jürgen Säumel ist es bereits der zweite Derbysieg in seiner Trainerkarriere. Nach dem Spiel freut sich 40-Jährige sehr über den Sieg und lobt seine (Rumpf-)Truppe: "Alle Spieler, die heute dabei waren, haben alles am Platz gelassen und alles gegeben für Verein, Fans und die Mannschaft."

Sturm plagt der Verletzungsteufel

Sturm läuft gegen den GAK ersatzgeschwächt auf - den verletzten Malic ersetzt Oermann, der wohl noch wechselnde Böving steht nicht im Kader. Statt ihm darf Leon Grgic starten.

Wechsel? Darum fehlte Böving im Derby >>>

Bei strömendem Regen beginnt Sturm zögerlich - nach einer Abwehraktion von Goalie Christensen verlieren die Grazer auch noch ihren etatmäßigen Kapitän Stankovic mit einer Schulterverletzung (38.).

Doch auch ohne den Slowenen gehen die Grazer in Führung. Jatta nutzt ein Missverständnis zwischen Vraa und Meierhofer aus und stellt auf 1:0 für Sturm (41.). 

Säumel sieht in der Aktion nicht nur einen Fehler der GAK-Defensive, sondern lobt auch das Pressing seiner Mannschaft: "Mit der Entschlossenheit, mit der wir beim Einwurf attackieren, erzwingen wir den Fehler des Gegners."

Für Emir Karic, der nach dem Ausfall Stankovics neben Kiteishvili mit 28 Jahren zeitweise der älteste Spieler in den Reihen der Grazer ist, hätte die Führung zur Pause sogar noch höher ausfallen können: "Wir hätten das Ergebnis in der ersten Hälfte mit zwei oder drei zu null noch höher schrauben können."

Aus der Kabine kommt Sturm ohne den verletzten Kiteishvili. Der Georgier wird vom dritten schwarz-weißen Kapitän dieses Derbys, Stefan Hierländer, ersetzt.

Horvat als Matchwinner

Dann kommt der große Auftritt von Tomi Horvat. Nachdem der Slowene schon mit einem Distanzschuss am Tor anklopft (58.) ist es sechs Minuten später soweit: Der Linksfuß zieht an der Strafraumkante nach innen und trifft, nachdem der Ball von GAKs Ludwig Vraa noch leicht abgefälscht wird, zum 2:0 (64.).

Für Horvat ist es der erste Saisontreffer und das erste Tor seit mehr als vier Monaten. Dementsprechend glücklich wirkt der 26-Jährige nach dem Schlusspfiff: "Es war eine lange Zeit ohne Tor und der perfekte Zeitpunkt, um das Spiel letztendlich auf unsere Seite zu bringen."

Haider über Sturm-Debüt: "Natürlich cool"

Sturm nimmt mit der Zwei-Tore-Führung geschickt die Zeit von der Uhr und gibt weniger erfahreneren Spielern die Chance. Neben dem 18-jährigen Jacob Hödl kommt der 23-jährige Gabriel Haider zu seinem Pflichtspieldebüt in Sturms erster Elf: "Die ersten Spielminuten in einem Derby vor so einer Kulisse zu feiern, ist natürlich cool."

Cool lösen es die Grazer auch in weiterer Folge. Mit einem Mann mehr machen die Mannen von Jürgen Säumel in der Nachspielzeit den Deckel drauf - 3:0 durch Seedy Jatta (90.+6).

Säumel mit Extralob für Jatta

Jener Jatta, der es bei Sturm nicht immer leicht und nach vielen Verletzungen einen schweren Stand bei den Fans hatte. Von seinem Trainer erhält der Derby-Doppeltorschütze ein Extralob: 

"Ich freue mich in erster Linie für den Seedy (Jatta, Anm.), weil er ein Spieler ist, den ich sehr schätze, der in der Kabine sehr wichtig ist, der vom Publikum auch kritisch gesehen worden ist und der sich nach seinen Verletzungen nicht hängengelassen hat."

So verlässt der SK Sturm in einer personell schwierigen Phase den Liebenauer Rasen erneut als Derbysieger. Ein Umstand, der laut Emir Karic auf jeden Fall "dem schwarz-weißen Herzen guttut". 

Kommentare