Struber über Zeit in Salzburg: "Arbeite lieber weit weg"
Der 48-Jährige musste im April 2024 gehen. Die Zeit damals macht ihn rückblickend nachdenklich.
Im April 2024 musste Gerhard Struber als Trainer bei Red Bull Salzburg gehen.
Die Zeit damals, das ließ er ab und an bereits durchklingen, war für den nunmehrigen Bristol-City-Coach keine einfache. Im Gespräch mit "The Athletic" hat sich der 48-Jährige kürzlich über seine Erfahrungen in der Mozartstadt und das Ende seines Engagements in selbiger geäußert.
Lieber weit weg von zuhause
Er habe bei Amtsantritt gedacht, dass es schön sein würde, zuhause zu arbeiten, Zeit mit seinen Kindern zu verbringen und "einen Champions-League-Klub vor der Haustüre" zu haben.
Doch am Ende lief es nicht wie erhofft. "Aus heutiger Sicht kann ich sagen, dass ich immer - und vor allem meiner Familie zuliebe - weit weg von meiner Heimatstadt arbeiten würde", so Struber.
"Viel S*****e abbekommen"
Die Leute hätten ihn und vor allem seine Kinder "ohne jede Zurückhaltung" kritisiert. Er sei Fußballtrainer - seine Kinder aber könnten dafür nichts, sagt der 48-Jährige. "Sie haben in den sozialen Medien so viel S*****e über mich abbekommen", erinnert er sich.
Nach Niederlagen habe er sich manchmal wegen seiner Kinder schlechter gefühlt, als wegen sich selbst. "Weil ich wusste, welche Fragen sie beantworten müssen, wenn ich verliere", erzählt er.
Struber musste damals als Tabellenführer gehen - mit einem achtbaren Punkteschnitt von 1,94. An diesen kamen seine Nachfolger (inklusive Interimstrainer Onur Cinel) nicht mehr heran: Cinel kam auf 1,67, Pep Lijnders auf 1,67 und der aktuelle Coach Thomas Letsch hält gar nur bei 1,57.