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Schmid: Hartberg-Infrastruktur "großer Wettbewerbsnachteil"

Manfred Schmid übt Kritik an der Infrastruktur der heimischen Anlage. Für den Trainer des TSV Hartberg haben "in jeder Regionalliga viele Mannschaften bessere Verhältnisse."

Schmid: Hartberg-Infrastruktur "großer Wettbewerbsnachteil" Foto: © GEPA

Während es mit dem Erreichen der Meistergruppe in der ADMIRAL Bundesliga sportlich für den TSV Hartberg grandios läuft, sind die Oststeirer infrastrukturell weit weniger bundesligatauglich.

Erst im November des vergangenen Jahres ist die Mannschaft nach den Umbauarbeiten an der Profertil Arena nach Hartberg zurückgekehrt. Kopfzerbrechen bereiten Coach Manfred Schmid im "Sky"-Podcast "Der Audiobeweis" jedoch die Themen "Platzsituation", "Kabinensituation" und "Regenerationsmöglichkeiten."

Dem Bundesliga-Klub stehen laut dem TSV-Trainer "eineinhalb Trainingsplätze" zur Verfügung – die sich die Mannschaft jedoch teilen müsse.

"Ich verstehe das ja. In Hartberg möchte man, dass das allen frei zugänglich ist. Das ist dann aber für eine Bundesliga-Mannschaft schwierig […] Wenn du auf einen Platz gehen willst und plötzlich ist da eine Schulmannschaft auf deinem Platz, der eh schon schwierig zu bespielen ist", sagt der Wiener.

Schmid: "In jeder Regionalliga haben Mannschaften bessere Verhältnisse"

Schmid fügt hinzu: "Ich will da keinem zu nahe treten, aber in jeder Regionalliga haben viele Mannschaften bessere Verhältnisse." Das sei "ein großer Wettbewerbsnachteil."

Die schwierigen Platzverhältnisse durch die hohe Belastung des Rasens wirken sich auch auf die Trainings-Qualität und somit auch auf die Spiele am Wochenende aus: "Wenn man dann am Wochenende gewisse Bälle nicht spielen kann, weil man die Bälle aufs Schienbein bekommt oder aufs Knie, dann ist es auch schwer, dass man sich als Spieler Sicherheit holt. Das sieht man dann meistens am Offensivspiel."

Schmid erkennt allerdings auch die Bemühungen von Präsidentin Brigitte Annerl, "die alles probiert und macht, was möglich ist", und Obmann Erich Korherr an:

"Ich sehe alle bemüht. […] Trotzdem müssen wir schauen, dass wir was verändern. Wir haben mit [Erich] Korherr jemanden, der sein eigener Typ ist, der aber im Hintergrund alles versucht, der den Verein immer zusammenhält. Wir gehen gemeinsam in die richtige Richtung und wir wollen was verändern. Da muss man schauen, was in den nächsten Wochen und Monaten möglich ist – aber, dass etwas gemacht gehört, das ist klar."

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