In der vergangenen Saison hatte der LASK zwei von vier Liga-Duellen mit den Salzburgern gewonnen. Das gelang den Linzern in Salzburgs Red-Bull-Ära (seit 2005) davor noch nie. Einem 1:0-Auswärtssieg im Oktober folgte im April beim ersten Auftritt unter Trainer Thomas Darazs ein 3:1-Heimerfolg. Stürmer Marin Ljubicic war mit drei Toren der umjubelte Held.
Beim Saisonabschluss holten sich die Linzer im Mai in Wals-Siezenheim allerdings eine schallende 1:7-Ohrfeige ab.
"Wir erwarten ein sehr forderndes Spiel gegen eine Mannschaft, die den Anspruch stellt, die beste in Österreich zu sein", sagte Darazs. Den eigenen Rückschlag gegen Altach wollte er angesichts einer starken ersten Hälfte nicht überbewerten. Zudem versuchte er der Niederlage Positives abzugewinnen. "Als Fingerzeig für die restliche Saison war es vielleicht gut."
LASK-Transfercoup Boateng vor möglichem Debüt
80 Prozent Ballbesitz wie gegen die Vorarlberger wird man gegen den "klaren Favoriten" aus Salzburg nicht haben. "Das Spiel wird uns einen guten Lagebericht geben, wo wir in unserer Entwicklung stehen", meinte Darazs. "Wir fühlen uns gut vorbereitet und gehen mit Zuversicht an diese große Aufgabe heran."
Beim Gegner habe sich die Herangehensweise unter Lijnders verändert. "Es ist auf lange Sicht eine sehr kompliziert zu bespielende Mannschaft. Sie sind aber noch nicht so stabil, wie sie vielleicht in ein paar Monaten sein werden", sagte Darazs.
Verzichten muss dieser neben seinen Langzeit-Verletzten auch auf Valon Berisha. Der Mittelfeld-Routinier ist laut Darazs an der Ferse leicht angeschlagen und verpasst das Duell mit seinem Ex-Klub.
Zu seinem Debüt könnte Ex-DFB-Teamverteidiger Jerome Boateng kommen. "Er hat sicher noch keine 90 Minuten oder 45 Minuten drinnen. Sollten wir ihn brauchen, ist er so weit, dass er uns am Ende helfen kann", gab Darazs Einblick.
Bis Freitagmittag waren 13.500 Karten verkauft. "Wir brauchen die Fans im Rücken. Wenn alle mitmachen, dann sind wir ein richtig geiler Verein und eine Festung", sagte Mittelfeldspieler Sascha Horvath. Gemeinsam soll am Ende über drei Punkte gejubelt werden.