Ried-Trainer Senft nach spätem Ausgleich: "Wenig hängende Köpfe"
Trotz des späten Gegentores sieht Ried-Coach Maximilian Senft "wenig hängende Köpfe" in der Kabine - Kühbauers LASK-Serie hält indes an.
Bitteres Unentschieden für die SV Ried in der 19. Runde der ADMIRAL Bundesliga.
Die Innviertler führen im Oberösterreich-Derby bis zur 103. Minute - ehe Ante Bajic ein Kopfball von Kasper Jörgensen an den Arm springt. Moses Usor behält vom Punkt die Nerven und hält mit dem späten Ausgleichstreffer die stolze Serie von Didi Kühbauer seit der LASK-Rückkehr am Leben (zum Spielbericht >>>).
Bajic ist beim Sky-Interview nach Spielende bedient: "Ich spring in den Zweikampf, will zum Kopfball gehen - durch den Körperkontakt geht der Arm raus und dann köpft er mir an den Arm. Kannst nichts machen [...] Ob das ein strafbares Handspiel ist, weiß ich nicht. Es ist so entschieden worden und daran kann ich nichts mehr ändern."
Senft: "Kalajdzic hat in so einer Form nichts in der österreichischen Liga verloren"
Für Ried-Trainer Maximilian Senft ist es "im ersten Moment eine große Enttäuschung, wenn wir heute so einen Derby-Fight hinlegen. Erste Halbzeit hat man von uns schon ein gutes Kombinationsspiel gesehen, gehen in Führung, haben sogar die Riesenchance aufs 2:0. Und zweite Halbzeit war es purer Verteidigungswille der Mannschaft. Da tut es mir für die Jungs leid, wenn du dich so aufopferst und in der letzten Minute ein unglückliches Handspiel entsteht."
Senft streicht speziell die Qualität in der Mannschaft des LASK heraus und streut gleichzeitig einem ÖFB-Stürmer Rosen: "Wir haben heute einen Punkt gegen eine unglaubliche Kaderqualität des LASK geholt. Ein Sasa Kalajdzic hat in so einer Form nichts in der österreichischen Liga verloren und trotzdem verteidigen wir es so weg. "
Trotz des späten Gegentreffers macht sich bei den "Vikingern" keine Resignation breit: "Ich nehme in der Kabine eine Mannschaft wahr, die extrem heiß auf die nächsten Spiele ist. Wenig hängende Köpfe, sondern eine Mannschaft, die weiß, was in den nächsten Wochen möglich ist."
Für Kühbauer wäre Niederlage "sehr unverdient gewesen"
Für den LASK geht indes eine stolze Serie weiter: Seit Mitte Oktober beziehungsweise 13 Spielen sind die Linzer wettbewerbsübergreifend ungeschlagen, unter Kühbauer hat man in zwölf Partien zudem zehnmal gewonnen und zwei Remis geholt.
"Es wäre sehr unverdient gewesen, wenn wir da nicht zum Ausgleich gekommen wären. Ich denke, wir haben eine Halb-Chance zugelassen, die zu einem Tor geführt hat. Waren erste Halbzeit nicht so im Spiel drin [...] Zweite Halbzeit mit der ersten Minute weg haben wir echt ein gutes Spiel gemacht. Es war dann nur eine Frage der Zeit."
Tief in der Nachspielzeit war es dann an der Zeit. Dem Druck beim Elfmeter standgehalten hat der eingewechselte Usor. Mitgeholfen hat dabei Sturmpartner Kalajdzic - der ÖFB-Teamspieler geht erst zum Punkt und lässt sich von Gegenspielern und Heim-Fans berieseln, nur um den Ball doch noch an Usor abzugeben: "Das war unser Plan", gibt der Torschütze im Interview nach dem Spiel zu.
Kühbauer sagt etwas scherzend zu der Szene vor dem Treffer: "Der Mo ist bei uns Elfmeterschütze, der Sasa hat ihn gern in der Hand gehalten und zur rechten Zeit abgegeben."