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Rapids Schnittpartie: "Das macht viel mehr Spaß als ohne Druck"

Nervosität wäre kein guter Ratgeber, wenn es um die Top-6 geht. Johannes Hoff Thorup und Matthias Seidl sind im Vorfeld zumindest um Entspanntheit bemüht.

Rapids Schnittpartie: "Das macht viel mehr Spaß als ohne Druck" Foto: © GEPA

Eigentlich ist es ja nur "business as usual".

Ob um das obere Playoff - wie in den letzten zwei Jahren und auch wieder jetzt - ein Weiterkommen im Europacup oder überhaupt erst die Qualifikation dafür: "Do-or-die"-Spiele sind in Hütteldorf schon eine Gewohnheitssache. Auffällig oft auch mit positivem Ausgang für den SK Rapid.

Das gar nicht so kleine "Aber": Der Gegner heißt diesmal Red Bull Salzburg (Sonntag ab 17:00 Uhr im LIVE-Ticker>>>). Die grün-weiße Bilanz gegen den Klassenprimus ist bekanntlich überschaubar.

Selbst dann, wenn Rapid eigentlich nichts falsch macht: Die Leistung im ersten Duell der Saison war eine der besten der Spielzeit, noch bevor es richtig bergab ging. Und selbst da setzte es ein 1:2, das sich kaum erklären ließ.

Schnittpartien als Routine-Sache

Matthias Seidl war damals in seinem Herkunfts-Bundesland genauso dabei wie bei jeder Schnittpartie der letzten Jahre. "Es kann schon helfen, wenn man einige Spiele erlebt hat, in denen es auf diese eine Partie rausgelaufen ist."

Der Druck bedeute nicht automatisch, dass man keine Spielfreude aufbauen könnte: "Und wenn man mit Spaß spielt, kann man die besten Leistungen bringen."

Auch Johannes Hoff Thorup appelliert, bei allem Bewusstsein um die Bedeutung der Partie, an den Spaßfaktor: "Wir müssen uns daran erinnern, dass solche Spiele so viel mehr Spaß machen als wenn es keinen Druck, keine Erwartungen und nichts, was am Spiel steht, gibt."

Wenig aus Altachs Sieg zu übernehmen

Wie es die Umstände so wollen, hängt es auch nicht nur an Rapid, ob sich die Top-6 ausgehen. Mit ausreichend Schützenhilfe könnte man sich sogar eine Niederlage erlauben, realistisch braucht es wohl einen Punkt.

Alles uninteressant, wie es das schon in Altach war. Auch, dass der letzte Kontrahent unter der Woche gegen den nächsten antrat - und das siegreich.

"Wir haben im Cup-Halbfinale Salzburgs hohes Pressing nicht wirklich gesehen. Da gibt es bessere Spiele zur Analyse", winkte der Trainer ab.

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Bis zur 70. Minute nur auf sich schauen

Ebenso, ob es genehmer wäre, würde Salzburg mit einer Vierer- oder Fünferkette spielen. "Wichtig ist, dass wir die richtigen Bewegungen an den richtigen Positionen finden, dafür haben wir auch unterschiedliche Spielpläne. Salzburg ist das aggressivste Pressing-Team der Liga, das heißt, du musst mit dem Ball sofort reagieren, hast dafür aber andere Räume, die du schnellstmöglich bespielen musst."

Damit wird der Charakter des Spiels auch völlig anders zur letzten Heimpartie gegen Hartberg, als es wenig Druck auf den eigenen Spielaufbau gab.

Auf die Konkurrenz wird sich sowieso nicht verlassen. Bis zur 70. Minute wird alles dem Ziel eines eigenen Sieges untergeordnet, erst dann erfolgt im Anlassfall eine Reaktion auf den Gesamtzustand mit etwaiger Korrektur des Risikos.

Klar ist: Der Anspruch des Klubs ist unbestritten, in die Top-6 gelangen zu müssen. Auch, wenn die finale Hürde dazu sehr hoch zu sein scheint. Über alle anderen Szenarien wird frühestens am Sonntagabend gesprochen.

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