Rapid-Präsident Martin Bruckner macht sich Sorgen

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Die Corona-Pandemie hat uns - nicht nur in Österreich - getroffen, wie es keiner davor für vorstellbar hielt.

Betriebe kämpfen ums Überleben, kleine Vereine drehen jeden Cent um, doch auch große Klubs wie der SK Rapid haben mit Zukunfts-Sorgen zu kämpfen.

Deshalb richtet sich Rapids Neo-Präsident Martin Bruckner in einem offenen Brief an die Fans und Sympathisanten und schildert die Situation der Hütteldorfer: "Ein Großteil unseres gewohnten Lebens steht seit Mitte März still, wohl jeder Einzelne macht sich viele Gedanken und Sorgen, wie es nun weiter geht. Wir als SK Rapid stehen in der Pflicht, auch an die mittel- und langfristige Zukunft unseres Vereins zu denken. Momentan können wir bedauerlicherweise nicht das tun, wofür wir gegründet wurden, nämlich Fußballspielen. Das hat auch enorme wirtschaftliche Konsequenzen, die zwar in der aktuellen Situation zweitrangig zu sein haben, die aber für den gewohnten Fortbestand des SK Rapid sowohl als Fußballverein, der unglaublich viele Österreicherinnen und Österreicher begeistert, als auch als Wirtschaftsbetrieb und Arbeitgeber von höchster Relevanz sind."

Trotzdem gibt der SCR-Boss die Hoffnung nicht auf, auch diese Krise zu meistern: "Gemeinsam und unter der operativen Leitung von unseren Geschäftsführern Zoran Barisic und Christoph Peschek wollen wir das grün-weiße Schiff möglichst unbeschadet durch diese enorm raue See führen. Das wird nur mit größter Solidarität und dem legendären Zusammenhalt von uns allen möglich sein."

Doch dabei stellt er klar: "Derzeit gibt es in unserem Land nur eine Priorität und die heißt, unser Gesundheitssystem nicht zu überlasten und damit Leben zu retten. Nichts auf der Welt kann wichtiger sein!"

Von allen Seiten gebe es eine große Bereitschaft, dem Verein zu helfen. Der Spielerrat rund um Kapitän Stefan Schwab, Christopher Dibon und Mario Sonnleitner hat versichert, dass die Mannschaft ihren Teil leisten wird.

Bruckner spürt dieses Zusamengehörigkeitsgefühlt auch in der schwierigen Zeit. "Wir wollen kurzfristig mit aller Kraft die rund 170 Arbeitsplätze in unserem Klub sichern, niemand hat Schuld an der jetzigen Situation und soll daher auch seinen Job nicht verlieren. Hier geht es auch und vor allem um unsere fleißigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter abseits des Profibereichs, nämlich im Nachwuchs, in den Fanshops oder im Klubservice, um nur wenige zu nennen."

Der offene Brief zum Nachlesen:

"Liebe Rapid-Familie!

So wie wohl kaum jemand hätte ich gedacht, mich einmal unter diesen Umständen an euch zu wenden. Mit dem Corona-Virus hat ein unsichtbarer Gegner unser gesamtes Leben regelrecht auf den Kopf gestellt und täglich werden wir mit neuen Entwicklungen konfrontiert. Um die Ausbreitung der Bedrohung möglichst zu verlangsamen, wurden von der Bundesregierung zahlreiche Maßnahmen verhängt, die selbstverständlich auch wir als SK Rapid nach besten Kräften unterstützen. Derzeit gibt es in unserem Land nur eine Priorität und die heißt, unser Gesundheitssystem nicht zu überlasten und damit Leben zu retten. Nichts auf der Welt kann wichtiger sein!

Kurz nachdem Veranstaltungen mit über 500 Teilnehmern unter freiem Himmel, damit auch unsere Spiele, untersagt wurden, haben wir bereits den Trainingsbetrieb all unserer Mannschaften ausgesetzt, um möglichst rasch unseren Teil zur Eindämmung der Ausbreitung des Virus zu leisten. Zudem wird auch das Tagesgeschäft aus den Home-Offices durchgeführt. Ein Großteil unseres gewohnten Lebens steht seit Mitte März still, wohl jeder Einzelne macht sich viele Gedanken und Sorgen, wie es nun weiter geht. Wir als SK Rapid stehen in der Pflicht, auch an die mittel- und langfristige Zukunft unseres Vereins zu denken. Momentan können wir bedauerlicherweise nicht das tun, wofür wir gegründet wurden, nämlich Fußballspielen. Das hat auch enorme wirtschaftliche Konsequenzen, die zwar in der aktuellen Situation zweitrangig zu sein haben, die aber für den gewohnten Fortbestand des SK Rapid sowohl als Fußballverein, der unglaublich viele Österreicherinnen und Österreicher begeistert, als auch als Wirtschaftsbetrieb und Arbeitgeber von höchster Relevanz sind. Gemeinsam und unter der operativen Leitung von unseren Geschäftsführern Zoran Barisic und Christoph Peschek wollen wir das grün-weiße Schiff möglichst unbeschadet durch diese enorm raue See führen. Das wird nur mit größter Solidarität und dem legendären Zusammenhalt von uns allen möglich sein.

Und beides spüre ich in hohem Ausmaß: Wir wollen kurzfristig mit aller Kraft die rund 170 Arbeitsplätze in unserem Klub sichern, niemand hat Schuld an der jetzigen Situation und soll daher auch seinen Job nicht verlieren. Hier geht es auch und vor allem um unsere fleißigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter abseits des Profibereichs, nämlich im Nachwuchs, in den Fanshops oder im Klubservice, um nur wenige zu nennen. Alle – und gerade jene, die in normalen Zeiten ein verhältnismäßig hohes Einkommen haben – werden in den nächsten Monaten Abstriche machen müssen. Die Bereitschaft dazu ist groß, im ersten Schritt haben schon unsere beiden Geschäftsführer garantiert, auf einen wesentlichen Teil ihres Gehaltes für diese Phase zu verzichten, und auch der Spielerrat um Stefan Schwab, Christopher Dibon und Mario Sonnleitner ist sich der prekären Lage bewusst und hat versichert, mit der gesamten Mannschaft seinen Beitrag zu leisten. Als SK Rapid haben wir durch den Ausfall der Spiele und aller Veranstaltungen derzeit fast keine Einkünfte, die Ausgaben versuchen wir in allen Bereichen auf ein Minimum zu reduzieren. Wie es genau weiter geht, weiß momentan niemand, aber ich kann versprechen, dass wir alles unternehmen werden, damit der SK Rapid diese – hoffentlich einmalige – Ausnahmesituation bewältigt. Gelingen wird dies nur, wenn wir als grün-weiße Familie weiter eine starke Gemeinschaft bilden und den Leitspruch von Dionys Schönecker mehr denn je beherzigen: „Wer zusammenhält, gewinnt“ – auch gegen das Corona-Virus und die drohenden Folgen!"

Textquelle: © LAOLA1.at

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