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Maierhofer über Rapid: "So wird sich nie was ändern"
Der "Major" blickt kritisch auf die Beziehung zwischen dem SK Rapid und seinen Fans.
Im Jahr 2008 war Stefan Maierhofer teil der letzten Meistermannschaft des SK Rapid.
18 Jahre später blickt der frühere Mittelstürmer kritisch auf jene Rapid-Fans, die ihn zu seiner aktiven in Hütteldorf bejubelten. Im Interview mit dem "ORF" stellt Maierhofer klar: "Der Verein bekommt die Probleme mit den Fans nicht in den Griff."
Geisterspiele als letzter Ausweg?
Diese "Problem-Fans" seien aber nicht viele. "Vielleicht eine Handvoll, maximal 100. Die muss man für immer aus dem Stadion verbannen - wie in England", fordert er.
So oder so müsse der Verein laut Maierhofer endlich "rigoros durchgreifen". Rapid "geht vor den eigenen Fans seit Langem in die Knie", sagt der Ex-Profi: "So wird sich nie etwas ändern."
Deshalb ist es laut dem "Major" nun harte Konsequenzen. Die Sektorsperren bei drei Top-Spielen ist für ihn nämlich zu lasch: "Das tut Rapid nicht so weh. Was wirklich schmerzt, sind Geisterspiele. Keine Zuschauer im Stadion, VIP-Club zu, null Einnahmen – dann erledigt sich diese Problematik ganz schnell von selbst."
"Rapid hat eine Titelchance, so kurios das klingt"
Die Fan-Problematik hat laut Maierhofer auch eine Auswirkung auf die Leistungen der Rapid-Mannschaft. Das ständige Löschen von Brandherden "kostet Substanz und wirkt sich in vielerlei Hinsicht negativ aus."
Dabei sind die Chancen da, zumindest glaubt das der 43-Jährige: "Rapid hat eine Titelchance, so kurios das klingt. Die Mannschaft spielt grottenschlecht und ist immer noch dabei. Das sagt alles."
"Falls sich nichts ändert", werde es aber noch zehn Jahre oder mehr dauern, ehe Rapid den nächsten Meistertitel holt, befürchtet Maierhofer.