Ronaldinho & Co.: Sie wären fast nach Österreich gewechselt
"Platz 17 nicht das Ende der Fahnenstange"
Schlechtere Platzierungen haben zur Folge, dass die Wege für Österreichs Klubs in die lukrativen europäischen Ligaphasen immer weiter und die Chancen weniger werden.
Gemäß dem Liga-Boss bedarf es eines gemeinsamen Kraftakts aller Fußball-Organisationen in Österreich. "Es muss das gemeinsame Ziel von Bundesliga, Klubs, ÖFB und Landesverbänden sein, den sofortigen Turnaround zu schaffen mit dem Ziel, wieder Richtung Platz zwölf zu kommen. Das Minimumziel ist immer Platz 15 und fünf europäische Startplätze."
In diesen Regionen verortet Ebenbauer die Liga auch in wirtschaftlichen Belangen. Das Schlimmste sei aber wohl noch nicht ausgestanden. "Wir müssen uns darauf vorbereiten, dass durch die periodische Verzögerung in der Fünfjahreswertung Platz 17 nicht das Ende der Fahnenstange ist."
Fünfjahresplan läuft aus: Folgt eine Liga-Reform?
Richtungsentscheidungen im österreichischen Klubfußball warten noch in diesem Jahr. Die Bundesliga hat im März einen Strategieprozess ausgerufen, der bis Jahresende erledigt sein soll. In Arbeitsgruppen wird aktuell ein neuer Fünfjahresplan erarbeitet, nachdem die aktuelle Fünfjahresstrategie mit Ende 2026 endet.
Immer wieder einmal wird auch eine Liga-Aufstockung ins Treffen geführt. "Die Diskussion um eine 16er-Liga ist für mich zu kurz gegriffen, es geht um Fragen wie: Wie viele Spieltage verträgt es mit Blick auf die Belastung der Spieler? Wie viele Profiklubs verträgt Österreich? Wie sehen das Ligaformat und die Abstiegsregelungen zwischen den Ligen aus?"
Neben kleineren Bundesligisten gelten ambitionierte Zweitliga-Vereine als treibende Kräfte hinter einer Aufstockung. Für eine Liga-Reform ist laut Satzung eine Zweidrittelmehrheit notwendig. Bei einer Formatänderung vor 2030 würde auch der Rechteinhaber Sky mitreden. "Bis Jahresende soll Klarheit herrschen", kündigte Ebenbauer an.