"Vielleicht hat er ein privates Glück oder er hat die Ernährung umgestellt. Auf jeden Fall wirkt er freier."
Die Konkurrenz im Grazer Angriff wäre zumindest nicht unüberwindbar. Seedy Jatta hält als treffsicherster Stürmer im Kader bei vier Bundesliga-Treffern, Leon Grgic, Belmin Beganovic und Maurice Malone folgen mit jeweils drei.
Für Ingolitsch ist pünktlich zum Saisonfinish also eine neue Option aufgegangen. "Speziell in diesen intensiven Wochen brauchen wir Jungs, die wir reinschießen können, vielleicht auch welche mit einem anderen Profil oder einer anderen Charakteristik. Axel hat sich in den letzten zwei Wochen auf jeden Fall angeboten und kriegt dann auch das Vertrauen, das hat er heute zurückgezahlt", so Ingolitsch.
Warum es bei Kayombo plötzlich zu laufen scheint, "muss man ihn fragen. Vielleicht hat er ein privates Glück oder er hat die Ernährung umgestellt. Auf jeden Fall wirkt er freier."
"Er läuft mit dem Kopf hundert Mal gegen die Wand"
Ingolitsch charakterisiert den Franzosen folgendermaßen: "Er ist jemand, der unfassbar ehrgeizig, fast stur ist. Er läuft mit dem Kopf hundert Mal gegen die Wand, wenn es sein muss, weil er es einfach so sehr will."
Kayombos Vater ist Profi-Tennistrainer, deshalb bekommt der Sohnemann von klein auf von allen Seiten enorme Professionalität vorgelebt.
"Ich habe oft versucht, in den Konversationen mit ihm gegengleich zu arbeiten und ihm zu sagen: 'Entspann dich! Schau, dass du dein Leben rundherum so schön wie möglich gestaltest! Spiel' Fußball, weil es dir Spaß macht, und mach' dir keinen Druck, weil schlechter als nicht zu spielen geht eh nicht'", gibt Ingolitsch Einblicke in die offene Kommunikation mit seinen Spielern.
Die im konkreten Fall Wirkung zeigen dürfte: "Er ist ein Stück gelöster und freier im Kopf. Offensivgeister wie er brauchen einen gewissen Freiraum. Er ist jemand, der kreative Momente generieren kann. Das geht nicht, wenn du permanent auf Anschlag bist."