Kleinkrieg Werner vs. Zagiczek geht weiter
Die nächste Runde ist eingeläutet, die Hackeln fliegen weiterhin tief bei der Wiener Austria.
Die Führungsebene des FK Austria Wien kommt weiterhin nicht zur Ruhe.
Jürgen Werner und seine Investoren-Gruppe "WTF" verleihen ihrem Vorhaben, Finanzvorstand Harald Zagiczek schnellstmöglich aus dem Amt zu befördern, mit einem in der "Krone" lancierten Artikel einmal mehr Ausdruck.
Vorwürfe gegen Zagiczek
Zagiczek wird vorgeworfen, sich bei Gesprächen mit einem potenziellen Investor unlauter verhalten zu haben, und sich womöglich persönlich bereichern zu wollen.
Der Niederösterreicher selbst weist die Behauptungen zurück, sie seien "unwahr, nicht nachvollziehbar und verleumderisch".
Eine eidesstattliche Erklärung und eine Privatklage
Gegen den früheren Spielerberater, der als Kontaktperson zu den potenziellen Investoren aufgetreten ist, und seinen Angaben mit einer eidesstattlichen Erklärung Nachdruck verleiht, habe Zagiczek eine Privatklage wegen übler Nachrede und Verleumdung eingereicht.
Die Gespräche mit den potenziellen Investoren seien längst auf Eis gelegt worden.
Vorwürfe gegen Werner
Als Reaktion darauf kursiert nun eine Nachricht Zagiczeks, der wiederum Jürgen Werner Urkundenfälschung, die Abrechnung privater Spesen auf Vereinskosten und mehr vorwirft.
Für beide gilt die Unschuldsvermutung.
Eine Untersuchung
Die Vorwürfe gegen Zagiczek sowie auch jene gegen Werner wurden dem Aufsichtsrat der Austria Wien AG bereits vor einem Monat vorgelegt. Dieser hat daraufhin "ein Wirtschaftsprüfungsunternehmen mit einer umfassenden und sorgfältigen Prüfung der Sachverhalte beauftragt", wie Klub-Präsident Kurt Gollowitzer bestätigt.
Gollowitzer: "Ziel ist eine objektive und vollständige Aufklärung. Die Ergebnisse dieser Untersuchung werden die Grundlage aller weiteren, allenfalls notwendigen Entscheidungen sein. Eine öffentliche Vorverurteilung und Verbreitung solcher Anschuldigungen und interner Verfahrensdetails ist nicht im Sinne des Klubs."