Kalajdzic platzt der Kragen: "Von Dummheit bis Unfähigkeit"
Der LASK-Stürmer holt nach dem Remis in doppelter Unterzahl bei Sturm zum Rundumschlag gegen Mitspieler und den Schiedsrichter aus.
Zum zweiten Mal binnen weniger Tage holte der LASK gegen Sturm Graz ein Remis - beim Gastspiel in der 28. Runde der ADMIRAL Bundesliga in der steirischen Landeshauptstadt sogar mit zwei Ausschlüssen.
"Einfach unnötig. Mit einem Mann weniger haben wir die besseren Chancen und wir machen uns das Leben selber schwer", sagte Sasa Kalajdzic nach Spielende im Sky-Interview.
Für ihn sei von "Dummheit bis Unfähigkeit" alles im Spitzenspiel dabei gewesen, außerdem bemängelte er die fehlende "Cleverness" dreier Teamkollegen.
Besonders die beiden Gelb-Roten Karten stießen dem 28-jährigen Angreifer sauer auf: "In der 18. Minute mit Gelb in einem Laufduell als letzter Mann musst du vorsichtiger sein, musst du cleverer sein", nimmt der ÖFB-Teamspieler Bezug zu Joao Tornich, der nach Gelb in Minute sechs bereits nach etwas mehr als einer Viertelstunde mit der Ampelkarte vom Feld musste.
"Elfmeter war Dosenöffner" für Sturm
In Minute 67 sah dann auch noch Sturmpartner Samuel Adeniran die zweite Gelbe Karte: "Dann darf Samu sein Temperament nicht verlieren. Er darf nicht so in den Zweikampf gehen, wie er es gemacht hat."
Wenngleich Kalajdzic auch etwas relativiert: "Wobei, davor war es ein Foul an ihm. Irgendwer ist ihm in den Rücken gelaufen. Bei mir und Samu werden generell gewisse Sachen weniger gepfiffen als bei anderen, weil wir ein bisschen größer und stärker sind. Da wird auch mit zweierlei Maß gepfiffen teilweise. Aber da darf er sein 'Temper' nicht verlieren."
Kritik bekam auch Ismaila Coulibaly ab, der mit einem Foul an Gizo Mamageishvili den Elfmeter zum späten Ausgleich verursacht hatte: "Der steht mit dem Rücken zum Tor, ungefährlich, und auch wenn es nicht so viel war, es war ein Kontakt und es war ein Elfmeter, glaube ich."
Der Elfmeter sei demnach "der Dosenöffner für sie. Sonst haben sie nur aus der Weite geschossen, da war nichts drohendes. In der ersten Halbzeit auch nicht, da war ein Weitschuss auf die Stange - war ein guter Schuss. Aber mehr auch nicht."
Kalajdzic kritisiert auch Schiedsrichter Talic
Mit Kritik spart der Stürmer aber auch nicht an Schiedsrichter Arnes Talic: "Einfach dumm von uns, aber trotzdem in gewissen Situationen habe ich das Gefühl, dass der Schiedsrichter überhaupt nicht das Spiel unter Kontrolle hatte und, dass viele Situationen auch zu Gunsten von Sturm gefallen sind."
Kalajdzic führte weiter aus: "In so einem Spiel musst du aufpassen. Er gibt ihm gleich bei der ersten Aktion Gelb bei uns und bei denen hat er nichts gegeben. Das sind so Sachen, die ich nicht verstehe. Dann redest du mit ihm, wirst auch ein bisschen lauter und kannst dann nicht gleich angefressen sein, wenn du ein bisschen Kritik abstaubst. Ich muss mir auch Kritik anhören, wenn ich irgendetwas schlecht mache."
Letztendlich trauert das Team zwei verlorenen Punkten in Graz nach: "Ich habe das Gefühl, alle sind sauer und traurig, weil wir gewusst haben, dass wir die bessere Mannschaft sind. Und, dass das Spiel heute mit elf Mann anders ausgegangen wäre."
Mit dem zweiten Unentschieden in Folge bleibt der LASK nicht nur weiterhin zwei Punkte hinter Sturm, sondern ist von Red Bull Salzburg vom zweiten Platz verdrängt worden.