Bei all der Kritik an seiner Mannschaft betont der Jung-Trainer: "Das war ein sehr, sehr wichtiger Punkt für uns."
"Es spricht für das Gefüge, dass, wenn es spielerisch nicht so läuft, trotzdem jeder versucht, alles reinzuhauen und alles am Platz zu lassen", ergänzt Vallci, der bei einem Zweikampf mit Samuel Adeniran beinahe zu viel reingehaut hatte und durchaus im Glück war, nicht aufgrund einer Notbremse vom Platz gestellt zu werden.
"Er hat mich auch gehalten, wir drehen uns ein. Rot wäre komplett übertrieben gewesen, er kann auch ein Foul an mir geben", winkt der Steirer ab.
Ziel "nur" ein internationaler Startplatz?
"Wenn du deine Ziele erreichen willst, was bei uns ein internationaler Startplatz ist, darfst du solche Spiele zumindest nicht verlieren."
In Hinblick auf den Saisonendspurt weiß Vallci: "Es kann jeder Punkt entscheiden."
Ähnlich denkt auch sein Trainer: "Wenn du deine Ziele erreichen willst, was bei uns ein internationaler Startplatz ist, darfst du solche Spiele zumindest nicht verlieren."
Internationaler Startplatz? Ist das als Tabellenführer fünf Runden vor Schluss mit sechs Zählern Vorsprung auf Platz fünf nicht etwas tief gestapelt?
"Das eine schließt das andere ja nicht aus", zwinkert Ingolitsch, holt dann aber zu einem etwas längeren Monolog aus.
Ingolitsch mit Brandrede: "Das hätte uns niemand zugetraut"
"Als ich den Job angetreten bin, waren wir nicht Erster und auch nicht Zweiter, sondern wir haben vier Punkte Rückstand gehabt. Wir haben das Ding - ohne, dass es uns jemand zugetraut hätte - komplett gedreht. Wir hatten einen Totalumbruch im Winter, haben vier langzeitverletzte Stützen (Lavalee, Grgic, Rozga und Beganovic, Anm.), die man nicht so leicht kompensieren kann. Das muss man auch mal erwähnen. Deshalb haben wir zu kämpfen - wie auch die anderen Mannschaften in dieser Liga", so Ingolitsch.
Und diese Liga sei momentan eben "extrem ausgeglichen. Niemand ist großer Favorit, weil jeder Spieltag alles umdrehen kann."
Für Sturm gelte es nun, demütig zu bleiben und keine Gedanken an den dritten Meistertitel in Folge zu verschwenden. "Sondern wir müssen schauen, dass wir unsere Hausaufgaben erledigen. Da haben wir genug zu tun", mahnt der Sturm-Coach.