Endstand
3:0
2:0 , 1:0
NEWS

GAK: "Mann kann gegen den LASK verlieren, aber das Wie..."

Der erste Bundesliga-Auftritt in der neuen Saison lässt ein weiteres Jahr Abstiegskampf befürchten. Zu einem Thema will sich Trainer Feldhofer nicht mehr äußern:

GAK: "Mann kann gegen den LASK verlieren, aber das Wie..." Foto: © GEPA

Nimmt man den Auftakt in die ADMIRAL Bundesliga als Maßstab her, könnte auch die Saison 2026/27 für den GAK eine ganz schwierige werden.

Die "Rotjacken" ließen am Freitag gegen den LASK alles vermissen, was es für eine Überraschung gegen den Doublesieger benötigt hätte, und verloren so klar wie verdient mit 0:3 (Spielbericht>>>).

"Wir sind von Anfang an nicht in die Zweikämpfe gekommen, haben ihnen den Ball geschenkt und waren selbst mit dem Ball zu mutlos. Wenn du nur hinterherläufst, sind die Abstände zwangsläufig zu groß, dann wird es schwer, was zu holen", hadert Peter Michorl nach seinem Bundesliga-Debüt für den GAK.

Kapitän Daniel Maderner ergänzt: "So gut wie keiner hat sein Level erreicht. Gegen den Doublesieger ist es dann unmöglich, Punkte zu machen."

"Du kannst hier verlieren, das ist schon okay"

Dennoch wisse man im Grazer Lager, die Niederlage "richtig einzuschätzen". "Die Wahrheit ist, dass wir ein 10-Millionen-Euro-Budget haben und der LASK eines über 50 Millionen", rechnet Trainer Ferdinand Feldhofer vor.

Zudem habe der GAK "doch einige neue Gesichter und der LASK nicht so viele. Das sind Fakten, keine Ausreden", so der Steirer. "Der LASK ist nicht umsonst Doublesieger geworden."

Gleichzeitig betont Feldhofer: "Aber ich bin nicht happy mit der Performance."

In eine ähnliche Kerbe schlägt Maderner: "Wir wissen, dass es besser geht. Aber du kannst hier verlieren, das ist schon okay."

"Sich von der ersten Minute an reindrücken zu lassen, haben wir uns nicht vorgenommen."

Peter Michorl

Michorl fassungslos

Michorl hält indes dagegen: "Man kann verlieren, aber das 'Wie' haben wir uns anders vorgestellt. Vor dem Spiel haben wir gesagt, dass wir wissen, wer der Favorit ist. Aber sich von der ersten Minute an reindrücken zu lassen, haben wir uns nicht vorgenommen."

Der leichte Hauch von Resignation, der nach der Niederlage in Linz von Seiten einzelner Grazer Akteure zu vernehmen ist, rührt auch daher, dass sich die Startelf am Freitag mehr oder weniger selbst aufstellte, so Feldhofer sinngemäß.

Einzig im Sturm hätte er mit Mark Grosse einen anderen Ansatz wählen können. Schlussendlich entschied sich der 46-Jährige für das wuchtige Duo aus Maderner und Alexander Hofleitner, "weil sie extrem groß und gut bei Standardsituationen sind. Wir haben gehofft, dass wir mit den beiden die richtige Antwort finden oder vielleicht sogar ein Tor erzielen", so Feldhofer.

Feldhofer will sich zum Kader nicht mehr äußern

Bis sein Kader die notwendigen Verstärkungen bekommt, muss der GAK-Trainer noch Geduld aufweisen. Die "Rotjacken" können zurzeit einzig und alleine österreichische Kicker verpflichten, da bereits zu viele Legionäre im Kader sind.

test
Ferdinand Feldhofer ist mit dem ihm aktuell zur Verfügung stehenden Kader noch nicht sehr zufrieden
Foto: ©GEPA

So musste am Freitag der marokkanische Neuzugang Ismael Guerti in Graz bleiben, um nicht gegen die Richtlinien des Österreicher-Topfs zu verstoßen. Stattdessen setzte Feldhofer mit Christoph Hasenhüttl und Felix Baumgartner zwei erst 16-jährige Eigenbauspieler auf die Bank.

Das Thema Transfers ist beim GAK momentan ein heikles. Darauf angesprochen entgegnet Feldhofer am Freitag: "Zum Kader möchte ich nichts mehr sagen, weil ich mich auf meine Spieler fokussieren möchte und nicht auf Eventualitäten."

"So wird es gegen jeden Gegner schwer"

Positiv für den GAK ist, dass mit einem Heimspiel gegen Aufsteiger Austria Lustenau bereits kommende Runde eine gute Chance zur Rehabilitation wartet. "Nächste Woche kommt ein Gegner in unserer Kragenweite, da wollen wir zeigen, welches Potenzial in uns steckt", verspricht Michorl.

Gleichzeitig mahnt Maderner: "Heute ist kein Spieler an sein Maximum gekommen, so wird es gegen jeden Gegner schwer. Du musst in dieser Liga an deine Grenzen gehen, nur dann kannst du drei Punkte einfahren."

Kommentare

JETZT NEU: Diskutiere mit den LAOLA1-Usern bei Live-Events in unserem neuen LAOLA1-Chat!