Dafür, dass die Wiener die Begegnung in Wals-Siezenheim diesmal nicht bis zum Schluss offen halten konnten, sorgte schlussendlich ein schwerer Schnitzer von Sahin-Radlinger, der einen Rückpass von Tin Plavotic falsch einschätzte und ihn unter seinen Stollen ins eigene Tor durchrutschen ließ.
"Solche Stoppfehler passieren im Spiel 20 Mal. Bei anderen Positionen ist es wurscht, bei uns Tormännern passiert meistens leider ein Tor. Das muss man wegstecken können", erklärt der Unglücksrabe im "Sky"-Interview sein Blackout.
Er habe in dieser Situation "klassisch 17 Gedanken auf einmal" gehabt. "Man schaut einmal zu viel auf, dann ist es schon passiert."
Helm stellt sich insofern schützend vor seinen Schlussmann, als dass er auch Aleksandar Dragovic, der Plavotic ursprünglich in Bedrängnis brachte, und den Passgeber selbst in die Pflicht nimmt: "Wir waren gerade in einer Phase, in der wir die Bälle klarer nach vorne spielen hätten können. Es wäre gar nicht notwendig gewesen, den 'Sami' mitzunehmen."
Helm: "Gibt mir Anlass zu denken, dass noch viel möglich ist"
Übrig bleibt bei den "Veilchen" am Ende dennoch ein gewisser Stolz, "dass wir immer wieder mithalten können, dass wir eine gute Arbeit machen. Aber um diese Spiele zu gewinnen, musst du 90 Minuten deine Leistung auf den Platz bringen und nicht nur phasenweise", so Fischer.
Helm schlägt in Antwort auf eine Frage nach den positiven Aspekten des Salzburg-Doppels in eine ähnliche Kerbe: "Wenn wir diese Phasen im Spiel haben, mit denen wir mit Salzburg auf Augenhöhe agieren, ist es sehr wohl auch möglich, mit den anderen Topmannschaften mithalten zu können."
Der Burgenländer rechnet sich trotz des nunmehrigen Rückfalls auf den letzten Platz der Meistergruppe in dieser Saison noch etwas aus: "Die zweite Halbzeit gibt mir Anlass zu denken, dass noch viel möglich ist in den letzten vier Spielen."
Kampf um Platz vier
Helm spricht in dieser Hinsicht dezidiert von einem "Kampf um Platz vier" zwischen seiner Mannschaft, dem SK Rapid und dem TSV Hartberg. "Es ist alles möglich. Aber viel wichtiger ist für uns, Leistungen auf den Platz zu bringen", so der 43-Jährige.
Fischer findet gar: "Grundsätzlich gilt es jetzt, einfach mal wieder ein Spiel zu gewinnen und unsere Leistung über 90 Minuten auf den Platz zu bringen. Wenn wir das schaffen, sind wir schon ein Stück weit zufrieden."
Helm mit gewagtem Vergleich
"Wenn bei Bayern München der Harry Kane fehlt, ist es ein bisschen vergleichbar, wie wenn bei uns der 'Jojo' Eggestein fehlt."
Hoffnung gibt dabei, dass Johannes Eggestein und der kurzfristig ausgefallene Abubakr Barry am kommenden Sonntag im Auswärtsspiel gegen Sturm ihr Comeback als Einwechselspieler geben könnten.
"Wenn bei Bayern München der Harry Kane fehlt, ist es ein bisschen vergleichbar, wie wenn bei uns der 'Jojo' Eggestein fehlt. Das sind wichtige Spieler, die auch denen rundherum Räume geben und Möglichkeiten schaffen", baut Helm auf den Impact der offensiven Unterschiedsspieler.
Die violetten Defensivprobleme werden aber auch die beiden nicht lösen können.