Angesichts der Rapid-Krise und des violetten Auftaktsiegs in Salzburg gehen die Veilchen als Favorit ins Duell.
Ein bisschen Favorit
Gewissermaßen zumindest. "Derbys entkoppeln sich eigentlich immer von der aktuellen Situation. In diesen Spielen ist alles möglich", weiß Helm, der von Spielen, die "fast immer auf Augenhöhe" stattfänden, spricht.
Dragovic "möchte keine großen Töne spucken". Vielmehr warnt der Innenverteidiger: "Gegen einen angeschlagenen Boxer muss man höllisch aufpassen."
Ein anderes Rapid
Dass die Hütteldorfer im Frühjahr unter Neo-Coach Johannes Hoff Thorup ganz anders auftreten als im Herbst, ist den Austrianern freilich bewusst.
"Das ist ein ganz anderes System, sie spielen mit 4-3-3", so Dragovic. Das Testspiel gegen Nordsjaelland, Hoff Thorups Ex-Klub, in der Vorbereitung sei diesbezüglich ein Vorteil: "Wir kennen die Abläufe in diesem System."
Auch Helm ist sich sicher, keine Überraschungen zu erleben: "Rapid hat unter ihm schon zwei Pflichtspiele bestritten und auch Testspiele. Die Scouting-Feeds sind inzwischen so gut, dass man alle Informationen hat."
Optionen in der Innenverteidigung
Der Coach kann im Derby wieder auf den zuletzt gesperrten Philipp Wiesinger zurückgreifen. Was die Besetzung der Innenverteidigung angeht, lässt er sich aber nicht in die Karten blicken.
"Auch Johannes Handl ist wieder da. Das sind zwei Spieler, die im Spielaufbau extrem stark sind. Handl ist in der Luft nochmal ein Faktor, Wiesinger am Boden flexibler", so Helm, der in Salzburg noch auf das Trio bestehend aus Dragovic, Tin Plavotic und Kang Hee Lee gesetzt hat.
Kein Druck auf die Jungen
Der eine oder andere Youngster – allen voran Sanel Saljic und Philipp Maybach – darf sich auch gute Einsatzchancen ausrechnen.
Dragovic nimmt den Druck raus: "Man sollte das Derby für die Jungen nicht zu groß machen, sie sollen befreit drauf los spielen. Sie sollen lernen und dürfen Fehler machen. Wenn etwas schiefgeht, sind wir Routiniers schuld."