Kühbauers emotionaler Appell an die Rapid-Fans

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Mit Didi Kühbauer hat der SK Rapid einen neuen Trainer ins Boot geholt, der wahrlich nicht auf den Mund gefallen ist.

Seine Meinung hat der 47-jährige Ex-Profi immer schon offen und ehrlich kommuniziert, auch wenn er nach einer Selbstfindungsphase ruhiger geworden ist.

Trotzdem kann er mit seiner Art in der aktuell schwierigen Phase bei den Grün-Weißen extrem wichtig sein. Deshalb ließ er auch bei seinem Amtsantritt keine Zeit verstreichen, um seinen Kult-Status in Hütteldorf auszunützen, um einen emotionalen Appell an die frustrierten und enttäuschten Fans zu richten.

"Heißt nicht, dass sie uns Staubzucker in den ... blasen"

Das Wir-Gefühl zu stärken, scheint für den verdienstvollen Rapidler ganz oben zu stehen. Mit den Fans im Rücken hofft er auf eine Trendumkehr, welche der verunsicherten Mannschaft wieder einen Schub geben kann.

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Deshalb merkt Kühbauer im Wortlaut an:

"Wir müssen jetzt wieder lernen, dass es um Rapid geht und die Jungs die Unterstützung brauchen. Das ist einfach so. Es kann nicht sein, dass man jetzt – weil es gegen St. Pölten gegangen ist – nach 15 Minuten anfängt zu pfeifen. Es geht um den Klub, und auch wir haben damals schlechte Spiele gemacht und es wird uns auch unter meiner Führung definitiv noch passieren. Aber wir brauchen die Unterstützung, wir brauchen jeden Fan. Und das heißt nicht, dass sie uns den Staubzucker in den sogenannten … blasen. Sondern wir brauchen eine wirkliche Unterstützung. Das ist wirklich enorm wichtig. Da appeliere ich auch an jeden Rapid-Fan, dass er die Mannschaft und uns unterstützt, damit wir wieder dort hinkommen, wo wir hin müssen."

Der Druck ist groß, die Grün-Weißen stehen vor allem in der Meisterschaft mit dem Rücken zur Wand. Während Kühbauer betont, dass man das Gastspiel bei den Glasgow Rangers in der Europa League genießen kann, steht spätestens am Sonntag gegen Mattersburg schon viel auf dem Spiel.

"Wichtig, dass jeder versteht, dass es um Rapid geht"

Dem Ziel oberes Playoff muss alles untergeordnet werden, dem ist sich auch "Don Didi" bewusst. Deshalb wird es an ihm und seinem Trainerteam liegen, möglichst viele und möglichst schnell von seinen Ideen zu überzeugen.

Neben der Mannschaft ist auch die Atmosphäre in Hütteldorf wichtig, auch wenn er weiß, auf welches Pulverfass er sich eingelassen hat. Er weiß jedoch auch, was positive Fan-Stimmung bewirken kann.

"Es wird wichtig sein, dass uns jeder, wirklich jeder, Rapid-Fan unterstützt. Er kommt ja ins Stadion, damit er die Mannschaft sieht, damit er Erfolge, Siege sieht, sich freut und Emotionen erleben kann. Daher ist es wichtig, dass jeder versteht, dass es um die Mannschaft, um Rapid geht und nicht um irgendwelche andere Dinge. Deshalb mache ich mir jetzt da für die Zukunft keine Sorgen. Dass natürlich der eine oder andere Pfiff kommen kann, wenn wir schlecht spielen, den verstehe ich. Aber wie jetzt am Samstag - da war ich wirklich sogar als Trainer der anderen Mannschaft der Meinung, dass das nicht hilfreich sein kann. Ich glaube nicht, dass ich meiner Mannschaft helfe, wenn ich wirklich jede Aktion irgendwie bekrittel oder mit Pfiffen beantworte. Das ist eigentlich unglaublich für mich."

Damit äußert Kühbauer an seinem ersten Tag in Grün-Weiß Kritik, aber ruft gleichzeitig zum respektvollen Umgang und Miteinander auf. Dies war zuletzt unter Goran Djuricin nicht mehr möglich.

Bickel: "Sehr wichtig, dass Trainer im Umfeld sofort angenommen wird"

Deshalb war es nicht überraschend, dass sich Sportchef Fredy Bickel auf kein Risiko einließ, sondern einer Stimmungs-Explosion entgegensteuerte und seinen Trainer-Vorschlag an die Gegebenheiten anpasste.

"Es war mir wichtig, dass der Trainer mit der Mannschaft und Zusammensetzung umgehen kann. Es war mir auch sehr wichtig, dass wir Ruhe reinbringen und es war mir auch klar, dass das nur mit einem Trainer mit großer Reputation oder einem Trainer, der das hat und im Umfeld sofort angenommen wird, klappen kann. Somit kann er der Mannschaft helfen und den Druck ablegen", erklärt der Schweizer.

Dass Kühbauer für seine sportlichen Erfolge bei Rapid Respekt genießt, ist unbestritten. Ein Beweis dafür, was der Name Kühbauer im Zusammenhang mit Rapid auslösen kann, war der Zusammenbruch der Rapid-Homepage in den Minuten nach Bekanntwerden des neuen Cheftrainers.

Nun gilt es jedoch, auch als Trainer an die erfolgreichen Zeiten anzuschließen, denn der Kredit vergangener Tage kann schnell verspielt sein. Wenn es der Niederösterreicher jedoch schafft, die Anhänger von Anfang an ins Boot zu holen, kann sich jedoch auch schnell der "Didi-Spirit" entfalten.

Die besten Bilder aus der aktiven Karriere von Didi Kühbauer beim SK Rapid:

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So geht es Didi Kühbauer als Cheftrainer bei Rapid an

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