Offiziell: Kühbauer ist neuer Rapid-Trainer

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Der neue Trainer des SK Rapid Wien heißt Dietmar Kühbauer!

Das verkünden die Hütteldorfer am Montagabend nach der Präsidiumssitzung offiziell.

"Ich habe schon lange eine sehr hohe Meinung von "Didi" und mit ihm schon weit vor seinem erfolgreichen Engagement beim SKN St. Pölten sehr gute Gespräche geführt. Ich bin überzeugt, dass er grundsätzlich, aber ganz besonders in unserer aktuellen Situation, perfekt zum SK Rapid passt und freue mich sehr, dass er trotz der großartigen Performance, die er derzeit mit St. Pölten hinlegt, unser Angebot annimmt", sagt Sportchef Fredy Bickel.

Kühbauer wird am Dienstag im Rahmen einer Pressekonferenz um 13 Uhr offiziell der Öffentlichkeit präsentiert, leitet um 15 Uhr sein erstes Training und sitzt bereits am Donnerstag im Europa-League-Auswärtsspiel bei den Glasgow Rangers erstmals auf der Rapid-Bank.

Kühbauer: "Rapid großes Ziel"

Kühbauer erhält bei den Hütteldorfern einen Vertrag bis Sommer 2021 und bringt seinen langjährigen Co-Trainer Manfred Nastl, der ihm bereits bei Admira, WAC und St. Pölten unterstützte, mit ins Trainerteam. Dafür scheidet Martin Bernhard aus dem Staff aus, er wird für eine andere Tätigkeit im Verein vorgeschlagen werden. Das restliche Trainerteam bleibt vorerst unverändert.

Der 47-jährige Neo-Trainer selbst sagt: "Ich habe nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass es für mich ein großes Ziel ist, bei Rapid auch als Trainer tätig zu sein. Umso mehr freue ich mich, dass mir nun das Vertrauen entgegengebracht wird. Gemeinsam stehen wir jetzt vor einer herausfordernden und keineswegs leichten Aufgabe, aber ich brenne darauf, diese zu bewältigen."

Die Empfehlung von Sportchef Fredy Bickel wurde bei der Präsidiumssitzung nach einer vom Schweizer vorgetragenen, fundierten Analyse der letzten Wochen und Monate einstimmig angenommen.

Die besten Bilder aus der aktiven Karriere von Didi Kühbauer beim SK Rapid:

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Für den ehemaligen Mittelfeldspieler ist es eine Rückkehr zu seinem Herzensverein nach knapp zwei Jahrzehnten, war er doch von 1992 bis 1997 erfolgreich als Spieler für Grün-Weiß im Einsatz (176 Pflichtspiele/39 Tore; Österreichischer Cupsieger 1995, Österreichischer Meister 1996 und Europacupfinalist 1996), ehe er im Ausland insgesamt fünf Jahre bei Real Sociedad San Sebastian und dem VfL Wolfsburg engagiert war und bis zu seinem Karriere-Ende (2008) als aktiver Spieler beim SV Mattersburg einer der Hauptakteure war.

Stillschweigen über Ablösesumme

Wie St. Pölten mitteilt, wurde der Vertrag zwischen den "Wölfen" und Kühbauer per sofort aufgelöst. Die beiden Klubs hätten sich über eine Ablösezahlung geeinigt, über deren Höhe Stillschweigen vereinbart wurde.

Im Vorfeld wurde über eine Ablösesumme in Höhe von 500.000 Euro spekuliert.

Bei den Niederösterreichern übernimmt vorerst Sportkoordinator Marcel Ketelaer das Training. In der Länderspielpause soll ein neuer Trainer bestellt werden.

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St. Pölten hat "alles versucht, um Kühbauer zu halten"

SKN-Präsident Helmut Schwarzl meint: „Wir haben alles versucht, um Dietmar Kühbauer in St. Pölten zu halten, aber wir mussten uns letztendlich seinem ausdrücklichen Wunsch beugen, nach Hütteldorf zu gehen. Es macht auch keinen Sinn einen Trainer zu halten, der sich verändern möchte. Wir danken Didi für seinen Einsatz für den SKN. Er hat den positiven Turnaround geschafft. Diesen Weg wollen wir nun fortsetzen.“

Ähnlich sieht das auch General Manager Andreas Blumauer: „Es ist bedauerlich, wenn dir in dieser Situation der Cheftrainer abhandenkommt, aber das ist der Fußball. Damit müssen wir leben. Didi sieht die große Herausforderung beim SK Rapid und die Chance auch international agieren zu können. Didi Kühbauer hat Großes für den Verein geleistet und dafür ist ihm zu danken.“

Der GM war es auch, der am Montag im "Kurier" noch betonte, alles erdenklich Mögliche zu unternehmen, um Kühbauer beim Verein zu halten. Am Montagvormittag soll es auch noch keine Anfrage seitens der Hütteldorfer gegeben haben.

Die schnelle Einigung überrascht dann doch, Rapid dürfte nach einigen Absagen schlussendlich bei Kühbauer "All in" gegangen sind.

Rapid als bisheriger Höhepunkt der Trainer-Karriere

Als Trainer begann Kühbauer bei einem weiteren Ex-Verein und startete als Chefcoach im Dezember 2008 bei der zweiten Mannschaft des FC Admira Wacker, wo er am 26. April 2010 die Profimannschaft übernahm.

Diese führte er zum Aufstieg in die höchste österreichische Spielklasse (2011) und in der darauffolgenden Saison sogar auf Rang 3 und damit verbunden in den Europapokal. Bis Juni 2013 blieb Kühbauer bei den Südstädtern, drei Monate später übernahm er den Trainerposten beim Wolfsberger AC, den er ebenfalls - und erstmals in der Vereinsgeschichte - ins internationale Geschäft führen konnte.

Ende November 2015 endete die Zusammenarbeit mit den Kärntnern nach 95 Pflichtspielen unter der Führung von Kühbauer.

Am 1. April des laufenden Jahres trat Kühbauer dann sein Amt beim SKN St. Pölten an und formte aus dem damals abgeschlagenen Tabellenletzten rasch eine Mannschaft, die sich mittlerweile in der oberen Tabellenhälfte etablieren konnte.

In den ersten fünf Pflichtspielen blieben die Niederösterreicher zwar sieglos (ein Remis, vier Niederlagen), insgesamt konnte sie aber unter Dietmar Kühbauer einen mehr als bemerkenswerten Punkteschnitt von 1,9 erreichen und verloren lediglich eines der letzten 16 Pflichtspiele.

Für seinen großen Traum wechselt Kühbauer vom aktuellen Tabellenzweiten zum -achten. Rapid hat derzeit nur neun Zähler am Konto, sein bisheriger Klub weist bereits elf Punkte mehr auf.


Textquelle: © LAOLA1.at

Trainersuche: Keine Rapid-Anfrage für Dietmar Kühbauer?

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