So geht es Didi Kühbauer bei Rapid an

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Didi Kühbauer ist wieder hier in seinem Revier.

Am Dienstagmittag wurde der neue Trainer des SK Rapid offiziell der Öffentlichkeit vorgestellt. Für ihn ist es eine Rückkehr zu seinen Wurzeln, zu seinem Herzensverein und gleichzeitig die Erfüllung eines Traums.

"Jeder kennt meine Geschichte, was Rapid betrifft. Ich hatte eine unglaubliche Zeit, habe hier viele Freunde gefunden und habe dann den Weg bei anderen Klubs eingeschlagen. Dass sich der Kreis nun schließt, ist eine unglaubliche Geschichte", freut sich der 47-Jährige über die neue Herausforderung.

"Wenn Rapid vor der Tür steht..."

Um zu seiner großen Liebe nach Wien-Hütteldorf zurückzukehren, ließ Kühbauer alles Stehen und Liegen - obwohl er mit dem SKN St. Pölten auf der Erfolgswelle schwamm und mit Platz zwei in der Tabelle überraschte.

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Das Szenario, Rapid bei einem vorliegenden Angebot abzusagen, wäre für den extrovertierten Ex-Profi aber kein Thema gewesen.

"Das ist ganz einfach: Ich habe immer schon gesagt, dass ich Rapid-Trainer werden will. Zudem konnte ich St. Pölten in einem Zustand hinterlassen, wo sie jetzt gute Chancen auf das obere Playoff haben und sehr stabil sind. Ohne den SKN würde ich jetzt nicht hier sitzen, wenn wir Achter mit sechs Punkten gewesen wären. Ich kann das nüchtern analysieren. Ich habe niemanden weh getan. Wenn Rapid vor der Tür steht - und das war immer mein Traumklub -, dann muss man das machen. Ich glaube, ich habe mich richtig entschieden und werde beim SKN keinen Freund verlieren."

Die Fortsetzung eines grün-weißen Märchens überstrahlt alles - nicht nur für Kühbauer sondern auch für das Umfeld. Auch das war bei der Wahl des neuen Cheftrainers mitentscheidend, um wieder für Ruhe und Respekt im Westen Wiens zu sorgen.

"Rapid-Vergangenheit hilft nicht, wenn ich nicht performe"

Dass Kühbauer in den vergangenen Jahren bereits zwei Mal nicht ausgewählt wurde, wo er ablösefrei zu haben gewesen wäre, ist für ihn Vergangenheit. Viel mehr lebt er im Hier und Jetzt.

"Wer meine Geschichte über Rapid kennt, und ich bin jetzt zehn Jahre Trainer, weiß, was mein Herzensklub ist. Ich zeige euch meine Möglichkeiten. Ich bin damals nicht ausgewählt worden, aber jetzt schon. Ich will diese Chance nützen, definitiv. Ich will diese Rapid wieder dort hinführen, wo man sagt, man ist stolz auf Rapid – und das kann man auch jetzt sein. Es gibt schlechte Phasen – und das bedeutet jetzt nicht, dass alles funktionieren wird. Wir dürfen nicht glauben, ich bin jetzt da und wir drehen nur an den Schrauben und das sind nur die richtigen. Wir werden Leerläufe haben, ohne Zweifel. Aber wir müssen jetzt einfach stark genug sein – der ganze Klub, die Fangemeinschaft, dass wir jetzt sagen, wir arbeiten nicht für die nächsten zwei Wochen sondern wir arbeiten für die nächsten Jahre."

Den Spirit hat er bei seinem ersten Auftritt in offizieller Funktion schon wieder eingesaugt. "Eine unglaubliche Geschichte, aber auch mir ist bewusst, dass mir meine Rapid-Vergangenheit nicht helfen kann, wenn ich nicht performe."

Viel Zeit hat Kühbauer nicht, um bei Rapid hineinzuwachsen. Deshalb ist er aber ausgewählt worden, weil er von den möglichen Kandidaten wohl am schnellsten weiß, was sein Ex-Verein benötigt.

"Werde jetzt kein Zauber-System erfinden"

Schon am Mittwoch geht der Flieger nach Glasgow zum Europa-League-Spiel gegen die Rangers, am Sonntag geht es im Heimspiel gegen den SV Mattersburg um einen erfolgreichen Start und eine Initialzündung zur Aufholjagd in der Tabelle.

"Don Didi" tritt jedoch sofort auf die Euphoriebremse, betont, dass er die Mannschaft erst kennenlernen muss und weiß, dass Rapid sofort Hilfe benötigt und nicht erst in ein paar Wochen.

"Es ist einfach so, dass ich die Spieler kennenlernen muss. Ich kann jetzt auch nicht hergehen und ein Zauber-System erfinden. Ich muss mit den Trainern und der Mannschaft sprechen, was wir uns in den kommenden zwei Spielen vornehmen. Ich brauche Zeit, aber die haben wir nicht. Ich kenne bisher nur die fußballerische Seite und da fehlte zuletzt einiges - dieser Überzeugung bin ich. Aber wir wollen es nun deutlich besser machen."

Die besten Bilder aus der aktiven Karriere von Didi Kühbauer beim SK Rapid:

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Der Findungsprozess und die Spieler nach den vielen Rückschlägen auch mental wieder aufzubauen, wird vorerst die wichtigste Aufgabe werden, das weiß auch Kühbauer: "Jede Minute bei den Spielern ist wichtig, um sie besser kennenzulernen. Ich werde nicht am Donnerstag schon wissen, wie sie wirklich ticken, am Sonntag noch nicht und nach der Länderspielpause auch noch nicht. Für mich ist wichtig, die Spieler nicht nur von sportlicher sondern auch von der menschlichen Seite kennenzulernen. Wenn man einen guten Draht findet, können die Spieler mehr reinlegen.

"Ich werde so spielen, was für die Mannschaft am besten ist"

Die Systemfrage kann und will Kühbauer noch nicht beantworten. In dieser Hinsicht wird er nicht viel anders arbeiten als bei seinen letzten Stationen: "Ich werde das spielen, was für die Mannschaft am besten ist."

Dabei ist ihm schon bewusst, dass er bei Rapid eine aktive Spielweise forcieren muss. Entscheidend ist für ihn jedoch nicht, was auf dem Papier steht, sondern ob jeder Spieler auf dem Platz weiß, was er zu tun hat - egal in welcher Ausrichtung.

"Rapid muss schon aktiv sein, aber die Spieler dürfen auch nicht nur offensiv denken, sondern wenn notwendig an beiden Enden gut Fußball spielen. Da habe ich schon ein Manko gesehen. Das bedarf viel Arbeit. Schwitzen tut keinem weh, das Training wird möglicherweise angezogen - das sind die Dinge, die ich vor habe."

Textquelle: © LAOLA1.at

Kommentar: Rapids "Friedensangebot" namens Kühbauer

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