Endstand
1:1
1:0 , 0:1
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Der Abstiegs-Showdown kommt! "Werden unser Leben am Platz lassen"

Blau-Weiß Linz oder doch der GAK? Das machen sich die beiden Abstiegskandidaten in einer Woche untereinander aus. Die Moral stimmt auf beiden Seiten.

Der Abstiegs-Showdown kommt! "Werden unser Leben am Platz lassen" Foto: © GEPA

Der Abstiegskampf in der ADMIRAL Bundesliga erlebt sein ultimatives Finale!

Nach den Unentschieden vom FC Blau-Weiß Linz bei der WSG Tirol und des GAK daheim gegen Altach kommt es am letzten Spieltag im direkten Duell zum Showdown um den Abstieg.

Die Ausgangslage ist dabei klar: Die Linzer brauchen einen Heimsieg, ansonsten steigen sie ab. Gelingt der, geht der GAK runter.

Daher richtete sich bei beiden Mannschaften der Fokus relativ schnell auf die Partie am kommenden Samstag.

"Es war unser Ziel, dass wir es weiterhin in der eigenen Hand haben, das haben wir nach wie vor. Wir waren heute drauf und dran, noch 2:1 zu gewinnen, das haben wird leider nicht geschafft. Aber wir haben die Chance nächste Woche im eigenen Stadion, und ich hoffe, dass wir zuhause den Deckel draufmachen", so Michael Köllner, Trainer der Linzer, im "Sky"-Interview.

Anspannung spürbar

In der ersten Halbzeit lief es noch nicht gut, eine deutlich verbesserte Leistung im zweiten Durchgang sicherte den Ausgleich und damit die Chance auf den Ligaverbleib. Köllner: "Wir haben in der zweiten Halbzeit ein paar Sachen angepasst, das hat dann besser funktioniert, dann haben wir eine gute zweite Halbzeit gespielt. Am Ende ist das 1:1 ein gerechtes Ergebnis, wenn man objektiv auf das Spiel schaut."

Ein Grund für die schwächere Leistung war wohl auch die Anspannung, wie Simon Seidl zugab: "Ich glaube, dass man in der ersten Halbzeit schon gemerkt hat, dass wir nervös waren. Sicher ist man angespannt, sicher will man in der Liga bleiben, da steht schon viel am Spiel."

Spaß und die Kopfsache

Martin Moormann nahm die Situation an, wie sie ist: "Jetzt haben wir einfach ein richtiges Endspiel nächste Woche daheim. Wir müssen gut regenerieren, uns gut auf den GAK einstellen und ein letztes Mal alles raushauen, um den Klassenerhalt zu schaffen. Wenn es uns davor jemand gesagt hätte, dass wir in der letzten Runde daheim den Klassenerhalt fixieren können, hätten wir das auf jeden Fall genommen."

Das sah auch Köllner so, der auf die Heimstärke der Linzer zählen kann, in den vier Heimspielen der Qualifikationsrunde gab es ebenso viele Siege. "Das sind genau die Spiele, die du am Ende auch willst, wenn es um etwas geht. Spiele, in denen es um nichts geht, machen ja auch keinen großen Spaß. Wichtig ist, dass du in solchen Spielen deinen Mann stehst und zeigst, wie gut du bist."

Insofern sei es einerseits zwar schön, andererseits: "Ein paar Nerven braucht man letztendlich auch." Eine These, die Seidl unterstrich: "Ich glaube, dass alle ihre Qualitäten haben, aber wer im Kopf am stärksten ist, wird am Schluss in der Liga bleiben."

Brisantes Duell für Tobias Koch

Der Kopf war auch beim GAK ein Thema. Die späte Aufholjagd mit dem Unentschieden gegen Altach soll die zusätzliche mentale Stärke bringen. "Das X tut dem Kopf gut. Jetzt voller Fokus auf Blau-Weiß Linz, wir werden unser Leben am Platz lassen. Wir haben alles in der eigenen Hand, fahren vollen Mutes nach Linz, und hauen dort alles rein", so Tobias Koch, für den es ein brisantes Spiel werden könnte.

Immerhin spielte der 25-Jährige von 2021 bis 2024 bei Blau-Weiß, nach einem einjährigen Engagement bei Austria Klagenfurt samt Abstieg landete der Steirer beim GAK. Das soll in seinem Kopf aber keine Rolle spielen: "Nein, ich bin Spieler des GAK, denke gar nicht mehr an meine Zeit als Spieler von Blau-Weiß Linz zurück und will am Wochenende gewinnen."

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Tobias Koch könnte seinen Ex-Klub in die 2. Liga schicken.
Foto: ©GEPA

Im "Endspiel" zählt der Charakter

Für Coach Ferdinand Feldhofer war der späte Ausgleich das Indiz, "dass uns nichts erschüttern kann. Mit diesem Charakter bin ich mir sicher, dass wir am Samstag in Linz gewinnen und die Liga sichern werden." Das man den Sack nicht schon zumachen konnte, tue weh, aber die Vorbereitung auf das Entscheidungsspiel habe mit Abpfiff schon begonnen.

"Es ist ein Endspiel, da muss man einfach ganz klar das verfolgen, was man sich ausmacht, und als Einheit stark sein", so Feldhofer. Einen bitteren Moment erlebte unterdessen Torhüter Franz Stolz, der für einen Moment geglaubt hatte, man wäre mit dem Unentschieden schon durch:

"Ich habe gedacht, dass wir es vielleicht geschafft haben mit dem X. Dass wir es damit noch nicht geschafft haben, tut sehr weh, weil wir haben 14 Punkte gemacht in der Qualigruppe, das ist eigentlich überragend. Aber so ist der Fußball manchmal, wir müssen dort einfach gewinnen."

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