Bundesliga-Vorstand kritisiert Verschärfungen

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Wie die Bundesregierung in einer Pressekonferenz Montag Vormittag verkündete, dürfen die Liga-Spiele in Österreich zukünftig nur vor maximal 1.500 Zusehern stattfinden (Alle Infos >>>). Die Bundesliga beruft daraufhin für Mittwoch eine Klub-Konferenz ein, um die Auswirkungen und Folgen zu diskutieren.

Speziell kritisiert Ebenbauer die Tatsache, dass sich die Regierung auf absolute Zahlen versteife. "Aufgrund der großen Bandbreite an infrastrukturellen Rahmenbedingungen und der Tatsache, dass es sich um Freiluftveranstaltungen handelt, wären aus Sicht der Bundesliga und ihrer Klubs eine Zuschauerzahl angepasst an die jeweilige Stadionkapazität die zielführende Lösung", sagt Ebenbauer.

Weiters hätten die bisherigen Spiele gezeigt, "dass Outdoor-Veranstaltungen mit Präventionskonzepten funktionieren und nach derzeitigem Wissensstand keine Ansteckungen auf den Besuch eines Bundesliga-Spiels zurückzuführen sind", betont der Liga-Boss.

Unterstützung von anderen Verbänden

Ähnlich wie Ebenbauer argumentiert der Vorstand der ICE-Hockey-League, Christian Feichtinger. Dieser sprach die bisher nicht bekannten Clusterbildungen im Zusammenhang mit professionellen Sportveranstaltungen an. "Wäre dem nämlich so, dann wären heute regierungsseitig ganz andere Maßnahmen herausgekommen", vermutet Feichtinger.

Unterstützung erhalten die beiden Liga-Vorstände von Sport-Austria-Präsident Hans Niessl, der sogar vor der Zuschauer-Limitierung warnt. Er betont, dass die Menschen statt auf Sportplätzen samt Präventionskonzept in engen, geschlossenen Räumen die Sportevents im Fernsehen verfolgen würden.

Das größte Infektionsrisiko sieht die Bundesregierung allerdings nicht bei der Sportveranstaltung an sich, sondern bei der An- und Abreise beziehungsweise im geselligen Zusammensein nach dem Event. Neben den neuen Zuschauerbeschränkungen wurde deshalb auch der Verkauf von Speisen und Getränken verboten. Weiters muss während der gesamten Veranstaltung ein Mund-Nasenschutz getragen werden.

Auch Verständnis für Maßnahmen

Bei aller Kritik kommen von den Liga-Vorständen auch verständnisvolle Töne für die Maßnahmen der Bundesregierung.

"Wir werden wie bisher natürlich alle Vorgaben einhalten und gleichzeitig aber versuchen, im Rahmen unseres Präventionskonzeptes den Spielbetrieb aufrechtzuerhalten", betont etwa ICE-Geschäftsführer Feichtinger. Des Weiteren verweist er auf das "sehr vernünftige Sportligen-Förderprogramm", das für den Fortbestand des Eishockeys "auf diesem Niveau" unabdingbar sei.

Textquelle: © LAOLA1.at

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