Endstand
1:0
1:0 , 0:0
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Blau-Weiß hadert nach Niederlage: „Für mich kein Elfmeter"

Blau-Weiß Linz verliert 0:1 in Graz und hadert mit dem Strafstoß. "Übeltäter" Fofana sieht eine "50-50"-Szene, für Trainer Köllner war mehr möglich. Doch die Leistung gegen den Meister macht Mut.

Blau-Weiß hadert nach Niederlage: „Für mich kein Elfmeter" Foto: © GEPA

Blau-Weiß Linz verliert beim Gastspiel der 20. Runde der ADMIRAL Bundesliga in Graz knapp (Zum Spielbericht>>>). Danach sprechen die Oberösterreicher vor allem über die entscheidende Szene vor der Pause.

Mamadou Fofana kommt im Zweikampf zu spät, der VAR greift ein, der Schiedsrichter entscheidet auf Strafstoß. Für den Verteidiger eine strittige Situation.

"Für mich ist es kein Elfmeter", sagt er nach dem Spiel bei "Sky". Es sei eine "50-50"-Aktion gewesen, er habe eher das Gefühl gehabt, selbst am Fuß getroffen worden zu sein. Dass er zu spät kommt, räumt er ein. Trotzdem bleibt für ihn klar: "Der Elfmeter hat das Spiel entschieden."

Leistung macht Mut

Unabhängig von der Szene stellt Fofana die Leistung seiner Mannschaft in den Vordergrund. Man habe gut gearbeitet und kein schlechtes Spiel gemacht. Auch Manuel Maranda sieht das ähnlich. Blau-Weiß habe "eine richtig gute Leistung" gezeigt, sei immer wieder in gute Räume gekommen und habe Sturm gefordert.

Gefährlich sei der Gegner vor allem nach weiten Einwürfen geworden. "Das Einzige, wo Sturm gefährlich geworden ist, waren die Einwürfe", erklärt Maranda. Aus so einer Situation sei letztlich auch der Strafstoß entstanden. Ob die Entscheidung korrekt gewesen sei, könne er nicht beurteilen – entscheidend sei, dass es das einzige Tor des Spiels geblieben ist.

"Heute wäre was drinnen gewesen"

Trainer Michael Köllner spricht von einem "hart umkämpften Match". Seine Mannschaft habe den amtierenden Meister über weite Strecken gefordert. "Ich glaube, heute wäre schon was drinnen gewesen", sagt er. Mit etwas mehr Konsequenz in den entscheidenden Momenten sei zumindest ein Punkt möglich gewesen.

Köllner zeigt sich mit der Leistung grundsätzlich einverstanden. Man habe auswärts mutig gespielt und sei bis zum Ende dran geblieben. Kritik äußert er lediglich an der Nachspielzeit – aus seiner Sicht sei bei mehreren Unterbrechungen zu wenig Zeit hinzugefügt worden.

Am Ende steht eine 0:1-Niederlage und weiterhin die "rote Laterne". Zurück bleibt jedoch das Gefühl, gegen den Meister auf Augenhöhe agiert zu haben – und die Überzeugung, mit dieser Leistung in den kommenden Wochen anschreiben zu können.

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