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Annerl zu Heil-Abschied: "Mein Herz weint"

In Hartberg dürfte beim Abschied des Kapitäns wohl die eine oder andere Träne fließen. Speziell Präsidentin Annerl fällt dies nicht leicht.

Annerl zu Heil-Abschied: "Mein Herz weint" Foto: © GEPA

Nun ist der Tag also gekommen: Jürgen Heil verlässt den TSV Hartberg. Er wird künftig die Farben des SK Sturm tragen.

Damit verlieren die Oststeirer nicht nur ihren Kapitän, sondern auch eine Identifikationsfigur, die seit 2015 den Weg aus der Regionalliga bis in die Bundesliga und schließlich sogar ins ÖFB-Cup-Finale mitgegangen ist und diese Geschichte mitgeschrieben hat.

Es sei "eigentlich kaum vorstellbar, dass dieses Kapitel nun zu Ende geht", schreibt der TSV in seiner Aussendung zum Transfer der Vereins-Ikone.

Speziell Präsidentin Brigitte Annerl, die stets ein enges Verhältnis zu ihrem Kapitän hatte, fällt der Abschied merklich schwer. Auch für Heil ist es klarerweise keineswegs einfach. Das lässt sich aus ihren Abschiedsworten deutlich entnehmen.

"Einzigartige Reise"

In einem ausführlichen Statement bedankt sich Heil für "elf wundervolle Jahre". Es sei "eine einzigartige Reise" gewesen.

"Als ich im Sommer 2015 zum Verein gestoßen bin, wusste ich mit 18 Jahren noch nicht genau, worauf ich mich einlasse. Dass es einmal so enden würde, hätte ich mir niemals erträumen lassen", so Heil.

"Es war nie einfach für uns, aber wir haben als Verein, Mannschaft und Fans immer zusammengehalten. Ich möchte mich bei allen Wegbegleitern bedanken – bei Brigitte, Erich, allen Funktionären, Ehrenamtlichen, Physios, Trainern und Mitspielern. Es gibt unzählige Menschen, die Teil dieser Reise waren. Ich habe mit 269 Spielern gemeinsam auf dem Platz gestanden und jeden einzelnen davon geschätzt. Es war eine gewaltige Zeit. 321 Mal Hartberg. Man sieht sich im Leben immer zweimal. Ich möchte einfach nur DANKE sagen", bedankt sich der 29-Jährige.

"Zweit-Mama" Annerl: "Fällt mir persönlich schwer"

Präsidentin Brigitte Annerl zeigt in ihrem Statement einmal mehr ihre menschliche Größe und macht aus ihren Emotionen kein Geheimnis: "Mein Herz weint. Der Abschied von Jürgen Heil fällt mir persönlich sehr schwer."

Heil habe sie immer wieder liebevoll seine "Zweit-Mama" genannt. "Das zeigt auch unsere persönliche Verbundenheit".

Für den TSV Hartberg sei Heil "über Jahre hinweg das Gesicht des Vereins, ein Vorbild auf und neben dem Platz und jemand, der sich immer mit vollem Herzen, Leidenschaft und Engagement eingebracht hat. Mit Jürgen verlässt uns nicht nur ein außergewöhnlicher Spieler, sondern vor allem ein besonderer Mensch, der über viele Jahre ein wichtiger Teil der TSV-Hartberg-Familie geworden ist. Das wird für immer bestehen bleiben – die Türen werden immer offen sein!", verspricht sie.

"Danke für alles, Danke für Dich"

Nun wünsche sie Heil für sein neues Abenteuer alles Gute. Es überwiege der Stolz. "Mit seinem Wechsel zu SK Sturm Graz erfüllt sich Jürgen einen großen Kindheitstraum. Schon als kleiner Junge war er gemeinsam mit seinem Vater im Stadion und hat Sturm angefeuert. Dass er nun selbst für diesen Verein spielen darf, möglicherweise in der Champions League aufläuft und damit den nächsten großen Schritt in seiner Karriere macht, sich seinen Traum erfüllen kann, ist etwas ganz Besonderes und absolut verdient", freut sich Annerl mit Heil.

Abschließend sagt sie: "Lieber Jürgen, danke für alles, was Du für unseren Verein geleistet hast, Danke für Dich. Ich wünsche Dir von Herzen nur das Beste, viel Erfolg und viele unvergessliche Momente auf Deinem weiteren Weg."

Die Statements von Heil und Annerl im Wortlaut:

Jürgen Heil:

"Der Tag ist gekommen, an dem ich Danke sagen möchte. 11 wundervolle Jahre – ich habe mit diesem Verein unglaublich viel erlebt. Es war eine einzigartige Reise. Als ich im Sommer 2015 zum Verein gestoßen bin, wusste ich mit 18 Jahren noch nicht genau, worauf ich mich einlasse. Dass es einmal so enden würde, hätte ich mir niemals erträumen lassen. Dann kamen die Aufstiege: Meister in der Regionalliga, der Durchmarsch aus der 2. Liga in die Bundesliga, dazu so viele großartige Menschen und unvergessliche Erinnerungen. Kein einziger Hartberger hätte jemals gedacht, dass wir in der Bundesliga so viel erreichen können.

Das erste Jahr war unglaublich hart, wir haben erst im letzten Spiel den Klassenerhalt fixiert. Im zweiten Jahr dann oberes Play-off und Europacup – und es ging erfolgreich weiter. Die zweite Teilnahme an der Meistergruppe, ein Punkterekord, und plötzlich wurde unser Fußballstil in der ganzen Liga bewundert. Auch die letzte Saison war etwas Besonderes – zum dritten Mal oberes Play-off. Es war nie einfach für uns, aber wir haben als Verein, Mannschaft und Fans immer zusammengehalten. Ich möchte mich bei allen Wegbegleitern bedanken – bei Brigitte, Erich, allen Funktionären, Ehrenamtlichen, Physios, Trainern und Mitspielern. Es gibt unzählige Menschen, die Teil dieser Reise waren. Ich habe mit 269 Spielern gemeinsam auf dem Platz gestanden und jeden einzelnen davon geschätzt. Es war eine gewaltige Zeit. 321 Mal Hartberg. Man sieht sich im Leben immer zweimal. Ich möchte einfach nur DANKE sagen."

Brigitte Annerl:

"Mein Herz weint, der Abschied von2 Jürgen Heil fällt mir persönlich sehr schwer. Jürgen hat mich immer wieder liebevoll seine „Zweit - Mama“ genannt, das zeigt auch unsere persönliche Verbundenheit. Für den TSV Hartberg war Jürgen über Jahre hinweg das Gesicht des Vereins, ein Vorbild auf und neben dem Platz und jemand, der sich immer mit vollem Herzen, Leidenschaft und Engagement eingebracht hat. Mit Jürgen verlässt uns nicht nur ein außergewöhnlicher Spieler, sondern vor allem ein besonderer Mensch, der über viele Jahre ein wichtiger Teil der TSV-Hartberg-Familie geworden ist. Das wird für immer bestehen bleiben – die Türen werden immer offen sein!

Gleichzeitig überwiegt der Stolz. Mit seinem Wechsel zu SK Sturm Graz erfüllt sich Jürgen einen großen Kindheitstraum. Schon als kleiner Junge war er gemeinsam mit seinem Vater im Stadion und hat Sturm angefeuert. Dass er nun selbst für diesen Verein spielen darf, möglicherweise in der Champions League aufläuft und damit den nächsten großen Schritt in seiner Karriere macht, sich seinen Traum erfüllen kann, ist etwas ganz Besonderes und absolut verdient.

Lieber Jürgen, danke für alles, was Du für unseren Verein geleistet hast, Danke für Dich. Ich wünsche Dir von Herzen nur das Beste, viel Erfolg und viele unvergessliche Momente auf Deinem weiteren Weg."

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